Die Verwaltung stellt in der Ratssitzung am 20. März ihren Favoriten aus einem Wettbewerb vor. Vier Entwürfe kamen in die engere Wahl.

Die Verwaltung stellt in der Ratssitzung am 20. März ihren Favoriten aus einem Wettbewerb vor. Vier Entwürfe kamen in die engere Wahl.
Moderner und frischer präsentiert sich das neue Logo. Das Stadtwappen mit den Kirchtürmen bleibt unangetastet. Grafik (2): Stadt Mettmann

Moderner und frischer präsentiert sich das neue Logo. Das Stadtwappen mit den Kirchtürmen bleibt unangetastet. Grafik (2): Stadt Mettmann

Moderner und frischer präsentiert sich das neue Logo. Das Stadtwappen mit den Kirchtürmen bleibt unangetastet. Grafik (2): Stadt Mettmann

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Moderner und frischer präsentiert sich das neue Logo. Das Stadtwappen mit den Kirchtürmen bleibt unangetastet. Grafik (2): Stadt Mettmann

Mettmann. Andere Städte des Kreises sind diesen Weg längst gegangen, jetzt möchte auch die Stadt Mettmann ihr mittlerweile 40 Jahre altes Logo – ein hellgrünes „M“ mit zwei dunkelgrünen Kirchtürmen darüber – durch eine moderne Wort-/Bildmarke ersetzten. Im Herbst vergangenen Jahres hatte sie dazu einen offenen Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben und von elf Bewerbern eine Rückmeldung bekommen.

Vier von insgesamt elf Entwürfen kamen in die engere Wahl

Vier von ihnen kamen in die engere Wahl und wurden aufgefordert, Gestaltungsentwürfe zu erarbeiten und einzureichen. Gefragt war laut Stadtverwaltung „ein nachvollziehbares, einprägsames, emotional aufgeladenes und unverwechselbares visuelles Erkennungszeichen, das den Markenkern in differenzierter Weise widerspiegeln und in allen Medien anwendbar sein soll“. Die Entscheidung traf dann eine Jury aus Vertretern der Ratsfraktionen, dem Bürgermeister, der Verwaltung und den beiden Marketingexperten Bernd Günter und Bernd Radtke von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Sie haben ihren Favoriten gekürt, entworfen von der Mettmanner Agentur 361 Grad.

Jetzt ist die Jury gespannt, wie das Urteil des Stadtrats über das grün-blaue Logo, das sich aus einem „m“ (für Mettmann) und einem „n“ (für Neanderthal) zusammensetzt, ausfällt. Mit der Verzahnung von Stadt und Neandertal solle vor allem das Stadtmarketing angekurbelt werden, denn das berühmte Tal sei nun einmal das zentrale, zugkräftige Alleinstellungsmerkmal, betont die Verwaltung. Kommt der Entwurf durch, habe das die Stadt gerade einmal 10 000 Euro gekostet.

Von der Neugestaltung des Logos unberührt bleibt das Mettmanner Stadtwappen, auf diese Unterscheidung legt die Verwaltung großen Wert: Hier das traditionelle Wappen mit den beiden Kirchtürmen, dort das moderne Logo, mit dem sich Mettmann nach außen hin auf allen Kommunikationskanälen präsentieren und im Standortwettbewerb punkten will – eben wie ein Unternehmen, das ein Firmenlogo braucht.

Bleiben die Kirchtürme auf dem Wappen auch nach wie vor unangetastet, so hat doch ihr Wegfall auf dem Logo-Vorschlag in der Stadt schon für Verstimmung gesorgt. Monsignore Herbert Ullmann schreibt jedenfalls in einem offenen Brief an Bürgermeister Thomas Dinkelmann, er habe es „mit Befremden“ zur Kenntnis genommen, dass das derzeitige Logo mit den Kirchtürmen offenbar als nicht mehr zeitgemäß empfunden werde. „Stören die Kirchtürme?“, fragt Ullmann, der angesichts der prekären Mettmanner Haushaltslage auch den Einsatz von 10 000 Euro für ein Logo kritisiert. Sein Vorschlag: Mettmanner Künstler könnten das amtierende Logo bei „Erhalt im Bestand“ neu interpretieren, so dass Gewachsenes nicht entsorgt werden müsse. In der kommenden Woche, am 20. März, wird der Rat diskutieren – und entscheiden.

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