Aufgrund knapper Kassen wurden die Arbeiten immer wieder verschoben. 2019 soll es losgehen. Vier Jahre Bauzeit sind geplant.

Bisher wurde auf dem Düsselring nur geflickt.
Bisher wurde auf dem Düsselring nur geflickt.

Bisher wurde auf dem Düsselring nur geflickt.

Dietrich Janicki

Bisher wurde auf dem Düsselring nur geflickt.

Mettmann. Der Düsselring ist eine der am meisten befahrenen Straßen in Mettmann. Und er ist eine derjenigen Straßen, die in einem schlechten Zustand sind. Ein Schlagloch reiht sich an das andere, viele Risse in der Asphaltdecke, teilweise ist der Unterbau marode. Seit Jahren diskutiert der Rat über eine Sanierung des Düsselrings. Immer wieder wurde eine Straßenreparatur verschoben, da kein Geld im Haushalt zur Verfügung stand. Doch es gibt Licht am Horizont. Jetzt hat die Verwaltung im Bauausschuss ein Konzept vorgelegt, das nicht nur die Fahrbahn saniert, sondern auch Parkstreifen, Bushaltebuchten und Fußgängerüberwege miteinbezieht. Hinzu kommt: Die Versorgungs-Unternehmen sollen im Zuge der Bauarbeiten ihre Leitungen überprüfen, beziehungsweise erneuern. Die Arbeiten sollen in fünf Bauabschnitte auf vier Jahre unterteilt werden. Dies ist einigen Ratsmitgliedern zu lang.

Der Plan sieht vor, die meisten Bäume zu erhalten

Das Gesamtprojekt erstreckt sich vom Knotenpunkt Hubertusstraße/ Düsseldorfer Straße bis zum Kreisverkehr Düsselring/Eidamshauser Straße mit einer Länge von 1,4 Kilometer. Bei der Planung wurde darauf Wert gelegt, dass die meisten Bäume erhalten bleiben können und die Zahl der Parkplätze annähernd gleich bleibt. Die Bushaltestellen sollen auf einer Länge von 18 Meter barrierefrei mit einem ausreichenden Seitenraum ausgebaut werden. Allerdings werde die Zahl von heute von vier auf drei reduziert. Dennoch liege eine sehr gute ÖPNV-Erreichbarkeit vor, da alle Bushaltstellen in einem Radius zwischen 300 und 500 Meter liegen.

Fachbereichsleiter Kurt Werner Geschorec: „Leider war es nicht möglich, einen beidseitigen Angebotsstreifen für Fahrradfahrer durchgängig auf der Fahrbahn einzurichten.“ Aber: Die nun gewählte Variante mit einer Fahrbahnbreite von sieben Metern stelle sicher, dass die Fahrradfahrer mit ausreichendem Abstand überholt werden können. Die Längsparkstände, die sich derzeit überwiegend auf der Fahrbahn befinden und durch Markierungen gekennzeichnet sind, werden zukünftig mit einem Rundboard von der Fahrbahn abgetrennt und haben das gleiche Höhenniveau wie der Gehweg. Dieses Neugestaltungsprinzip habe den großen Vorteil, dass im heutigen Zustand die Parkstände, wenn sie nicht belegt sind, als Fahrbahn zur Verfügung stehen und somit keine Geschwindigkeitsdämpfung erzeugen. Zukünftig steht der Raum, bei nicht belegten Parkplätzen, den Fußgängern zur Verfügung. Eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde ist nach wie vor geplant. Durch die Reduzierung der Fahrbahnbreiten, die Fahrbahnverschwenkungen an den Mittelinseln und den Einengungen an den Fußgängerüberwegen sei allerdings eine Geschwindigkeitsreduzierung gegenüber dem heutigen Zustand zu erwarten. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich nach der aktuellen Kostenschätzung auf rund 3,945 Millionen Euro inklusive der erforderlichen Planungsmittel, aber ohne Ansätze für die Straßenbeleuchtung, da diese mit dem Betreiber bisher noch nicht abgestimmt werden konnten.

Sollten Änderungen an der Planung gewünscht sein, werden diese noch eingearbeitet. Für 2017 sind Finanzmittel berücksichtig, um die Entwurfs- und die Ausführungsplanung zu beauftragen. In einer der nächsten Sitzungen des Planungsausschusses wird die Planung nochmals vorgestellt und zur Beschlussfassung vorgelegt.

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