Nach den Bürger-Schützen wird nun auch die Bruderschaft von einer Frau angeführt: Cornelia Lanzmich ist 1. Brudermeisterin.

Tradition
Der Vorstand der St. Sebastianus Schützenbruderschaft (v. l.): Mabel Stickley (2. Geschäftsführerin), Klaus Müller (3. Brudermeister), Uwe Büssers (2. Brudermeister), Cornelia Lanzmich (1. Brudermeisterin), Stephan Lürkens (1. Schatzmeister), Gabriele Müller (2. Schatzmeisterin) und Helmut Meyendriesch (Oberst der Bruderschaft).

Der Vorstand der St. Sebastianus Schützenbruderschaft (v. l.): Mabel Stickley (2. Geschäftsführerin), Klaus Müller (3. Brudermeister), Uwe Büssers (2. Brudermeister), Cornelia Lanzmich (1. Brudermeisterin), Stephan Lürkens (1. Schatzmeister), Gabriele Müller (2. Schatzmeisterin) und Helmut Meyendriesch (Oberst der Bruderschaft).

Stefan Fries

Der Vorstand der St. Sebastianus Schützenbruderschaft (v. l.): Mabel Stickley (2. Geschäftsführerin), Klaus Müller (3. Brudermeister), Uwe Büssers (2. Brudermeister), Cornelia Lanzmich (1. Brudermeisterin), Stephan Lürkens (1. Schatzmeister), Gabriele Müller (2. Schatzmeisterin) und Helmut Meyendriesch (Oberst der Bruderschaft).

Mettmann. 575 Jahre hat es gedauert, bis die Zeit dafür reif wurde, dass eine Frau bei der St. Sebastianus Schützenbruderschaft das Sagen hat. Mit Cornelia Lanzmich (36) steht seit Sonntag erstmals in der langen Geschichte der Schützen eine Frau an der Spitze der Bruderschaft.

Auf der Generalversammlung wählte die Schützenfamilie im Johanneshaus die bisherige Geschäftsführerin zur 1. Brudermeisterin. Und somit führen nun in beiden Mettmanner Schützenvereinen Frauen das Regiment. Der Bürger-Schützen-Verein wird schon seit Jahren von Präsidentin Elsbeth Meßing angeführt.

Cornelia Lanzmich hat die Schützen in vorstandsloser Zeit schon geführt

Vor zwei Jahren, als die Bruderschaft acht Monate ohne Vorstand war, weil niemand Verantwortung übernehmen wollte, hatte sich Cornelia Lanzmich um den Verein ganz besonders verdient gemacht und die Schützenfamilie zusammengehalten.

Dafür wurde sie im vergangenen Jahr mit dem Silbernen Verdienstkreuz der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ausgezeichnet. Die Frauen sind in der Bruderschaft weiter auf dem Vormarsch: Demnächst will die neue Schützenchefin Lanzmich eine Damenriege neben den Kompanien in der Bruderschaft etablieren.

Cornelia Lanzmich löst Uwe Büssers ab, der zum 2. Brudermeister gewählt wurde. Die Wahl des 3. Brudermeisters fiel auf Klaus Müller. Zum geschäftsführenden Vorstand gehören außerdem Mabel Stickley, 2. Geschäftsführerin, Stephan Lürkens, 1. Schatzmeister, Gabriele Müller, 2. Schatzmeisterin, und Helmut Meyendriesch als Oberst der Bruderschaft. Die Posten des 1. Geschäftsführers und des Schießmeisters sollen erst auf der nächsten Versammlung des Vereins gewählt werden. Für diese Ämter stellte sich auf der Generalversammlung niemand zur Verfügung.

Für den kommenden Samstag, 22. Januar, lädt die Bruderschaft ab 19 Uhr zum Titularfest ins Best Western Hotel an der Peckhauser Straße 5, ein. Eröffnet wird das Fest mit dem Einzug der Majestäten, dem Kaiserpaar Andrea und Stefan Prangenberg. Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt fünf Euro. Nach dem offiziellen Teil des Festes wird es wie im vergangenen Jahr eine kleine Auswahl an Speisen geben. Ab 22 Uhr wird zudem ein kleiner Imbiss serviert. Musik gibt es auch: Zum Tanz spielt die „Palm Beach Band“ auf.

Die Bruderschaft zählt derzeit 219 Mitglieder. Mit Daniel Gebauer und Christoph Zacharias wurden zwei Mitglieder in der Bruderschaft aufgenommen. Bevor Uwe Büssers den Vorsitz an Claudia Lanzmich übergab, zog er noch ein positives Fazit zu den vielen Aktivitäten der Bruderschaft zu ihrem 575-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr.

Die Johanniskirmes wird um eine Woche nach hinten verlegt

In diesem Jahr wird die Johanniskirmes wegen Fronleichnam um eine Woche nach hinten verlegt. Sie wird vom 1. bis 4. Juli – zeitgleich mit dem Weinsommer und der Kunstmeile – durchgeführt.

Kritische Worte auf der Verssammlung gab es von Stephan Lürkens, der beklagte, dass die Vereinsarbeit auf zu wenigen Schultern laste. Die Arbeit werde immer wieder von denselben Personen geleistet. Zudem warnte Lürkens davor, dass die Bruderschaft allmählich überaltert.

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