Führung erzählt die Geschichte der Anhöhe im Süden.

Mettmann. 25 Mettmanner begaben sich am Dienstag auf historische Spurensuche in Mettmann-Süd. Das Ziel war die Hufe, eine kleine Ansiedlung von Häusern auf einer Anhöhe in der Honschaft Diepensiepen. Initiiert wurde die Exkursion von Mitgliedern der Geschichten-Werkstatt des Quartiersprojektes „Treffpunkt Süd.“

Zunächst ging es vorbei an Haus Brinken zum alten Voishof. Dort baut der neue Eigentümer die ehemalige Scheune in ein Wohnhaus um. Oben auf der Hufe skizzierte Annegret Gaertner kurz die Geschichte der Gastwirtschaft „Zur Hufe“. Es war Gottfried Ellenbeck, der das Haus aus Düsseler Kalksteinbruchsteinen im Jahr 1846 erbaut hatte. Im Gebäude befand sich eine Gastwirtschaft mit mehreren Räumen.

Die Kegelbahn hielt nicht allen Würfen stand

Ende des 19. Jahrhunderts baute der Inhaber eine Kegelbahn. Die Bahn bestand nicht überall aus Holzbohlen, sondern zur Hälfte aus gestampftem Lehm. Annegret Gaertner: „Die Kegelbahn war um vieles kürzer als andere Bahnen, und so kam es vor, das besonders gute Kegler die Kugel so wuchtig warfen, dass sie die hintere Bretterwand durchschlug und dann auf der Kuhweide des Bauern Lüneburg gesucht werden musste.“

Gleich gegenüber der Gastwirtschaft befand sich das Haus Gerdesmann, ein Tante-Emma-Laden im besten Sinne. Der Kaufmann Gerdesmann galt als kinderlieb, berichtet Gaertner. Jedes Kind, das bei ihm einkaufte, bekam ein Bonbon.

Weiter ging es zur evangelischen und katholischen Schule auf der Hufe. Das Schulgebäude der evangelischen Schule wurde am 20. Oktober 1837 eingeweiht. 1881 wurde in einem weiteren Gebäude die katholische Volksschule eröffnet. Die Kinder mussten oft einen langen Schulweg zurücklegen, und das bei Wind und Wetter.

Es wurde vormittags und nachmittags einklassig unterrichtet. Bis 1955 gab es lediglich Plumpsklos in der Schule. Der letzte Lehrer auf der Hufe war Gerd Lindig. Er leitete die Schule bis zur ihrer Schließung im Jahr 1968.

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