Senioren – aber auch Kinder – legen die Prüfung ab.

Mettmann
Doris Speck (v.l.), Jana Reiter, Egon Lehmann und Fritz Brosch legten 2014 das Sportabzeichen ab.

Doris Speck (v.l.), Jana Reiter, Egon Lehmann und Fritz Brosch legten 2014 das Sportabzeichen ab.

Dietrich Janicki

Doris Speck (v.l.), Jana Reiter, Egon Lehmann und Fritz Brosch legten 2014 das Sportabzeichen ab.

Mettmann. Jana strahlt. Sie hält ihre Urkunde fest in der Hand, das goldene Abzeichen hat sie sich schon an ihren Schal geheftet. Die Neunjährige ist sichtlich stolz auf ihre Leistungen beim Sportabzeichen.

„Seilchenspringen war am besten. Da habe ich 100 Mal geschafft. Das habe ich aber auch vorher zu Hause geübt“, erzählt die Schülerin bei der Verleihung im Veranstaltungsraum des Mettmanner THC. Sie hat die Prüfung zum zweiten Mal abgelegt. Ihr Vater hat sie motiviert mitzumachen. „Es ist schön, abends mit ihm auf den Sportplatz zu gehen“, betont Jana. Sie hat den Ehrgeiz, ihren Vater zu überflügeln. „Er kann sehr schnell laufen und er hat mir beigebracht, wie ich mir beim 800-Meter-Lauf meine Kräfte einteilen muss. Denn der Sprint kommt zuletzt.“

Wiederholungstäterin erhält ihre 40. Urkunde

Zu den eifrigsten Wiederholern zählt Doris Speck. Sie nahm bereits ihre 40. Urkunde entgegen. „Anfang der 90er Jahre habe ich meine Übungsleiterlizenz gemacht und seitdem bin ich auch als Prüferin im Einsatz. Da ich dafür ohnehin auf dem Sportplatz bin, absolviere ich natürlich auch selbst die Anforderungen.“ Die haben sich seit der Reform im vergangenen Jahr verschärft. „Es ist insgesamt schwieriger geworden. Deshalb bin ich besonders stolz, dass ich das Sportabzeichen noch immer in Gold schaffe.“

Organisatorin Gisela Winzer freut sich über jeden, den sie auf der Tartanbahn wiedersieht, denn die Zahl der Teilnehmer ist rückläufig. „Im vergangenen Jahr haben wir 83 Abzeichen erfolgreich abgenommen. Es waren auch schon mal mehr als 100. Viele sind aus Altersgründen nicht mehr dabei und die meisten Jüngeren haben keine Zeit. “, sagt die Sportwartin des Stadtsportverbandes. Dabei mache es Spaß, die Prüfung in Gemeinschaft abzulegen und es sei ein Ehrenabzeichen, auf das jeder stolz sein könne. „Denn es schaffen längst nicht alle. Bei den jungen Leuten sind nur etwa vier von 20 erfolgreich.“

Einen langen Atem hat Spätstarter Fritz Brosch bewiesen. Er hat erst mit 70 begonnen, inzwischen aber schon sein 19. Abzeichen abgelegt. „Damals war ich neugierig, was ich noch kann, heute treibt der Ehrgeiz mich an. Die Urkunde ist nicht so wichtig, aber für die Gesundheit ist es gut. Ich darf nicht zu steif werden“, betont der 88-Jährige. Egon Lohmann tritt ebenfalls wieder an. „Dabei zu sein, ist für mich alles und ich bin dankbar, dass ich das noch so kann“, sagt der ebenfalls 88-Jährige.

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