Die SPD im Kreistag setzt sich dafür ein, dass man an Orten wie Schulen oder der Zulassungsstelle kostenfrei im Internet surfen kann.

Kreis Mettmann
Mitten in Monheim lässt es sich bereits gratis im Internet surfen. In der Mettmanner Oberstadt gibt es auch bereits 13 Router, in die sich jeder einwählen kann. Archiv

Mitten in Monheim lässt es sich bereits gratis im Internet surfen. In der Mettmanner Oberstadt gibt es auch bereits 13 Router, in die sich jeder einwählen kann. Archiv

Ralph Matzerath

Mitten in Monheim lässt es sich bereits gratis im Internet surfen. In der Mettmanner Oberstadt gibt es auch bereits 13 Router, in die sich jeder einwählen kann. Archiv

Nur telefonieren – das machen die wenigsten mit ihrem Mobiltelefon. Facebook, Twitter, WhatsApp, die neusten Nachrichten – die meisten Anwendungen brauchen ununterbrochen eine Internet-Verbindung. Doch die ist nicht unbedingt schnell und manch einer hat auch nicht unbegrenzt Datenvolumen. Mit einer W-lan Verbindung ins Internet – so wie man es von zu Hause kennt – klappt es schneller rund komfortabler.

Ob der Kreis die Initiative ergreift, ist ungewiss

Deshalb hat die SPD jetzt einem Antrag im Ausschuss für Informationstechnik und digitale Verwaltung formuliert. Die Kreisverwaltung wird aufgefordert, kostenfreie W-lan -Zugänge in allen für den Publikumsverkehr zugänglichen Einrichtungen des Kreises Mettman wie etwa Zulassungsstellen und in den Schulen einzurichten und anzubieten. Möglicherweise komme dazu ein Ticket-System in Frage oder zeitlich wechselnde Codes, so Jens Bosbach (SPD), der den Antrag auf der Sitzung des Ausschusses am Montag einbringen wird. Bei Schulen sei darauf zu achten, dass bei Bedarf eine Erweiterung für Klassenräume mit Tablet- oder Laptop-Klassen jederzeit möglich sei. „In Deutschland sind deutlich weniger freie W-lan-Netze verfügbar, als in anderen Ländern“, sagt Bosbach. Dies lag bisher an der Haftung des Betreibers bei illegaler Nutzung. Um für eventuelle Verstöße – wie etwa das Herunterladen aktuelle Kinofilme – nicht haftbar gemacht werden zu können, sollen öffentliche Einrichtungen „zumutbare Maßnahmen“ ergreifen, um etwa einen Urheberrechtsverstoß zu verhindern. Dazu zählen „anerkannte Verschlüsselungsverfahren“ gegen einen unberechtigten W-lan-Zugang. Vom Nutzer müssen die Anbieter eine Erklärung einholen, dass er „keine Rechtsverletzungen“ begeht. Ob der Kreis von sich aus die Initiative ergreifen wird, bleibt abzuwarten.

Monheim hat freies W-lan, die anderen arbeiten noch dran

Einige Städte sind schon eigenen Wege gegangen. In der Landeshauptstadt Düsseldorf gibt es bereits mehr als 50 kostenlose Einwahlpunkte. Sie werden von der Firma Wall betrieben. Auch mitten in Monheim (Foto) lässt es sich gratis im Internet surfen. Die Stadtverwaltung hat hier mit dem Berliner Unternehmen Hotsplots einen W-lan-Zugang installiert, den jedermann gratis nutzen kann.

In der Kreisstadt Mettmann gibt es zumindest in der Oberstadt schon kostenloses W-lan. Die Idee stammt vom Verein Freifunk Rheinland. Ehrenamtliche Helfer stellen einen der Freifunk-Router in ihrer Wohnung oder ihrem Geschäft auf und teilen so ihren eigenen Internetanschluss mit der Allgemeinheit. Bereits 13 Router sind seitdem in Betrieb und senden rund um die Uhr. In Erkrath haben die Politiker zwar erkannt, dass ein freies W-lan heute auch sowas wie ein Standortfaktor ist. Passiert ist aber seit einem Treffen mit Fachleuten relativ wenig. In Wülfrath haben sich die Grünen des Themas angenommen. Nach einem Antrag im Rat ist bislang aber ebenfalls noch nichts passiert.

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