Die Stadt stellte gestern Abend die Pläne vor. Los gehen die Bauarbeiten am 6. Juni.

Kurt-Werner Geschorec (l.) und Stephan Kopp (r.) erklärten, wie der Verkehr während der Bauphase geleitet wird.
Kurt-Werner Geschorec (l.) und Stephan Kopp (r.) erklärten, wie der Verkehr während der Bauphase geleitet wird.

Kurt-Werner Geschorec (l.) und Stephan Kopp (r.) erklärten, wie der Verkehr während der Bauphase geleitet wird.

Achim Blazy

Kurt-Werner Geschorec (l.) und Stephan Kopp (r.) erklärten, wie der Verkehr während der Bauphase geleitet wird.

Mettmann. Über den Verkehr in der Mettmanner Innenstadt ist in den vergangenen Jahrzehnten viel geredet worden. In knapp einem Jahr werden die Autos aus der Innenstadt verbannt sein – über die Breite Straße fahren dürfen nur noch Busse, Taxis und Anlieger. Erstaunlich sachlich und ruhig ging es gestern Abend bei einer Informationsveranstaltung der Stadt Mettmann in der Neandertalhalle zu.

Bürgermeister Thomas Dinkelmann erinnerte die rund 100 Gäste noch einmal daran, dass damit ein bereits 2005 beschlossenes Verkehrskonzept umgesetzt werde. Die Osttangente und die Seibelquerspange sind lange fertig. Mit der Sperrung der Innenstadt für den „motorisierten Individualverkehr“ findet das Verkehrskonzept seinen Abschluss.

Zunächst wird an beiden Enden der Poststraße gebaut

Kurt-Werner Geschorec und Stephan Kopp erklärten, auf was sich die Bürger in den kommenden zwölf Monaten während der Bauphase einstellen müssen. Befürchtungen, dass es während der Bauarbeiten zu einem Verkehrschaos kommt, versuchte die Stadt zu entkräften.

Die Bauarbeiten starten am 6. Juni, das ist der Dienstag nach Pfingsten. Zunächst eine Woche lang wird an beiden Enden der Poststraße gebaut. Das Pflaster wird an der Ein- und Ausfahrt heraus genommen und durch Asphalt ersetzt. Die Verkehrsführung wird so geändert, dass die Breite Straße in Richtung Talstraße zur Einbahnstraße wird. Die Busse der Rheinbahn müssen deshalb über die Poststraße fahren können. Das hat die Rheinbahn Anfang des Jahres bereits mit Bussen geprobt. Die Busse können die Poststraße passieren.

Nach sieben Tagen sollen die Arbeiten soweit abgeschlossen sein, dass das Bauunternehmen Kickartz aus Krefeld die kommenden Bauphasen angehen kann. Die Poststraße wird dann wieder zur Einbahnstraße in der bisherigen Richtung, aus der man allerdings nicht mehr nach links, sondern nur noch nach rechts abbiegen kann. In dieser Zeit werden auf der Breiten Straße die ersten sichtbaren Veränderungen zu sehen sein. Die Straße wird wesentlich schmaler als heute und mit modernen stadtgestalterischen Elementen ausgestattet, so dass ein Boulevard-Charakter entsteht. Auf einer Seite entfallen drei Parkplätze, weil dort vier neue Bäume gepflanzt werden.

Die Bürger interessierten sich vor allem dafür, ob sie während der Bauphase ihre Häuser, Innenhöfe und Garagen auf der Poststraße und Breiten Straße mit dem Auto erreichen können. „Das ist während der gesamten Bauphase gesichert“, sagte Stephan Kopp. Allerdings sagte er auch, dass es zu Verzögerungen kommen kann. „Wir bauen im Winter, da weiß man nie, was die Arbeiten aufhalten könnte“, sagte Kopp.

Nicht ausgeschlossen sind kurzfristige Vollsperrungen, die die Stadt rechtzeitig ankündigen möchte. Wenn die Arbeiten im Juni 2018 abgeschlossen sind, wird die Richtung der Einbahnstraße der Poststraße umgekehrt. Bisher ist vorgesehen, dass man nur nach rechts in Richtung Bahnstraße abbiegen kann. Axel Ellsiepen, Sprecher der Händler-Vereinigung Mettmann-Impulse, hat dafür kein Verständnis. Kopp sagte, dass an diesen Punkt das letzte Wort noch nicht gesprochen sei.

Auch an die Radler wurde gedacht: Fahrradfahrer sollen die neu gestaltete Innenstadt problemlos passieren können.

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