Multi-Media Ausstellung gastiert in Mettmanner Gymnasium.

Schüler des Konrad-Heresbach-Gymnasiums besuchen die Ausstellung und lernen, auf ihren Körper zu hören.
Schüler des Konrad-Heresbach-Gymnasiums besuchen die Ausstellung und lernen, auf ihren Körper zu hören.

Schüler des Konrad-Heresbach-Gymnasiums besuchen die Ausstellung und lernen, auf ihren Körper zu hören.

Janicki

Schüler des Konrad-Heresbach-Gymnasiums besuchen die Ausstellung und lernen, auf ihren Körper zu hören.

Mettmann. Auch wenn es der Titel suggeriert, hat „Klang meines Körpers“ wenig mit Akustik, dafür viel mit Achtsamkeit im Sinne eines in-sich-Hineinhörens zu tun. Die Wanderausstellung, die bis Freitag, 22. Januar, im Konrad-Heresbach-Gymnasium (KHG) zu sehen und erleben ist, thematisiert als multimediale Schau Ess-Störungen.

„Im Rahmen unserer Präventionsarbeit“, wie Stefanie Werner, zusammen mit Gitte Ebert betreuenden Lehrerin, sagt, fand sie den Weg in Raum 120. „Unsere vier achten Klassen werden die Ausstellung besuchen“, alle anderen Interessierten können sie nach Absprache bis Freitag in der Zeit von 14 bis 15.30 Uhr sehen.

Wahre Geschichten und leidvolle Erfahrungen

Dokumentiert sind die wahren Geschichten und leidvollen Erfahrungen verschiedener Teenager, die alle einen krank- und krampfhaften Umgang mit dem Thema Essen hatten. Ein besorgniserregender Zustand nicht bloß bei jungen Frauen, längst sind Männer ebenso betroffen.

Verletzende Erlebnisse wie Mobbing und Konflikte in der Familie oder unter Freunden haben die in der Schau Porträtierten ebenso wie übersteigerten Perfektionismus, Einsamkeit oder Liebeskummer als Einstieg in die Sucht, Essen zu verweigern, beschrieben.

Dabei ist der Körper eigentlich klug. Wie die Tankanzeige des Autos blinkt, wenn der Treibstoff verbraucht ist, registriert der Körper, ob seinen Zellen die Energie ausgeht. Dazu kontrollieren sensible molekulare Messinstrumente den Blutzuckerspiegel. Droht bei Unterzuckerung ein Engpass, signalisiert er das und das Gehirn verlangt Essen. Normalerweise.

„Gefühle, die dich hinabziehen, in die Kälte, ins Ersticken“, wie es einer der Porträtierten benennt, werden mit einem Übermaß oder dem totalen Verzicht an Essen kompensiert.

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