Die SPD geht am 13. September mit Andrea Rottmann ins Rennen ums Bürgermeisteramt.

Der Vorstand der Mettmanner SPD hat seine Wahl bereits getroffen. Er setzt auf Andrea Rottmann als künftige Bürgermeisterin. „Wir haben eine Spitzenkandidatin und ein gutes Programm. Damit sind wir bestens aufgestellt“, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Florian Peters beim Neujahrsempfang in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt siegesgewiss. Das letzte Wort haben die Mitglieder auf einer Versammlung Ende Februar.

Sie will um Vertrauen bei den Mitgliedern werben

Dieser offiziellen Kür wollte die Kandidatin nicht vorgreifen, trat betont als Fraktionsvorsitzende vor das Mikrofon, bewarb sich aber dennoch. „Es muss anders werden, wenn es gut werden soll“, stellte sie klar. Mettmann zu führen, sei eine schwierige Aufgabe, die viel Erfahrung erfordere. „Wer dieses Amt anstrebt, muss die Spielregeln der Politik beherrschen, die Stadt repräsentieren, mit den Bürgern in Dialog treten und mit allen Parteien konstruktiv zusammen arbeiten. Daher habe ich mir gründlich überlegt, ob ich die Richtige dafür bin“, sagte Andrea Rottmann und versprach, bei den Mitgliedern um Vertrauen zu werben.

Ihre Themen hat sie sich schon zurechtgelegt

Als Fraktionsvorsitzende warf sie einen Blick auf die Situation der Kreisstadt: Die Osttangente habe die City ruhiger gemacht, müsse aber noch besser beschildert werden. Die Mehrkosten von 3,3 Millionen für die Seibelquerspange seien eine Last für den Haushalt, der Verantwortliche für die Fehleinschätzung müsse noch gefunden werden. „Wir müssen bis 2016 einen ausgeglichen Haushalt vorlegen. Doch mit Steuererhöhungen haben wir noch Schwierigkeiten“, betonte Rottmann. Sie hofft auf andere Einnahmen, beispielsweise aus der Gewerbesteuer. „Da sind wir im Kreis Schlusslicht. Wir müssen die Kontakte zu den Firmen besser pflegen und ihre Vernetzung unterstützen. Wir brauchen schnelles Internet und müssen alle Fördertöpfe ausschöpfen.“ Dafür sei jedoch ein tragfähiges Konzept zur Wirtschaftsförderung nötig. Gleichzeitig müsse die Energieversorgung wieder in kommunaler Hand liegen.

Als zentral bezeichnete die Kandidatin die Entscheidung über den Erhalt der Stadthalle. Noch fehlten dazu allerdings die entsprechenden Daten. „Wir brauchen jedoch als Kreisstadt ein Kulturzentrum.“ Als unverzichtbar bezeichnete Andrea Rottmann die Musikschule sowie ein Schulangebot für alle Kinder. „Wir streben 2016 eine weitere Schulform an, entweder eine Sekundar- oder eine Gesamtschule“, betonte die Kandidatin und kündigte eine Befragung der betroffenen Eltern an.

Manfred Krick beglückwünschte als Landtagsabgeordneter Andrea Rottmann zu ihrer Bewerbung um das Bürgermeisteramt und betonte, sie brächte alles mit, um es auszufüllen. „Du kannst Mettmann in die richtige Richtung führen, ich freue mich auf den Wahlkampf und bin mir sicher, dass Du es schaffst.“ Von der Seite des Landes verwies er auf eine Unterstützung der Kommunen. „Wir haben für Mettmann 200 000 Euro mehr für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt und setzen uns dafür ein, dass beim Soli mehr von dem, was in Nordrhein-Westfalen erwirtschaftet wird, auch hier bleibt.“

Florian Peters warb dafür, trotz aller Differenzen kein Scherbengericht über den scheidenden Bürgermeister abzuhalten. Gleichzeitig ließ er keinen Zweifel an der Nachfolge. „Wir sind gut aufgestellt.“

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