Politiker der Kreisstadt stimmen dem Bau einer Mischung aus Restaurant, Motel und Eventhalle zu.

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So sieht er von außen aus, der American Way of Live, den das Unternehmen Road Stop jetzt auch nach Mettmann bringen möchte.

So sieht er von außen aus, der American Way of Live, den das Unternehmen Road Stop jetzt auch nach Mettmann bringen möchte.

Road Stop

So sieht er von außen aus, der American Way of Live, den das Unternehmen Road Stop jetzt auch nach Mettmann bringen möchte.

Mettmann. Es geht nicht nur um Steaks und Burger, sondern auch um ein bisschen amerikanisches Lebensgefühl, das im Mettmanner Westen entstehen soll. „Wir wollen ein wenig vom American Way of Life nach Mettmann bringen“, sagt Carsten im Brahm.

Der Geschäftsführer der Road Stop GmbH will an der B 7 ein Restaurant, ein Motel, eine Eventhalle sowie Werkstatt und Verwaltungsgebäude auf einem 10 350 Quadratmeter großen Grundstück bauen. Während die Politik jetzt grünes Licht für die Planung gab, überlegen Anwohner, die in der Nähe der künftigen Erlebnisgastronomie wohnen, gegen eine Ansiedlung zu klagen.

Anwohner befürchten Lärm und Gestank

Keine Vertreibung

Wer am Rande eines Gewerbegebiets baut, tut dies auch, weil die Grundstückspreise dort niedriger als in Nachbarschaft zu einem Naturschutzgebiet sind. Aber das Lebensumfeld soll trotzdem alle Merkmale einer privilegierten Wohnlage aufweisen. mehr

Seit vor zwei Jahren die Pläne von Road Stop bekanntwurden, protestieren die Anwohner des nahen Wohngebiets. Sie fühlen sich von der Stadt überrumpelt, weil sie durch die Gastronomie erhebliche Nachteile für ihre Grundstücke befürchten: Lärm, Gestank und viel Verkehr.

Besonders sauer sind die Bürger, weil die Stadt bestehende Pläne ändert, damit eine Erlebnisgastronomie in einem als Gewerbepark ausgewiesenen Gebiet neben ihrem Wohngebiet angesiedelt werden kann. „Hätten wir das gewusst, hätten wir hier nie gebaut“, sagen die Anwohner.

Mehr als 300 Einwendungen wurden gegen die Ansiedlungspläne vorgebracht. Doch laut Stadt gab es keine planungsrechtlich relevanten Gründe, das Vorhaben zu stoppen. Und das sieht auch die Politik so. Der Schutzanspruch des nahen Wohngebiets werde gewahrt, sagt die Verwaltung. Road Stop hatte nach den ersten Protesten vor allem beim Schallschutz nachgebessert.

Hinter der Marke Road Stop steht die Idee, den Norden der USA nach Deutschland zu importieren – oder zumindest das, was viele dafür halten. Das Essen mit Hamburger & Co. zielt ebenso auf diese Klientel wie die Motels mit Themenzimmern wie Las Vegas.

Bisher hat Road Stop Niederlassungen in Wuppertal, Dortmund und Münster.

Das Restaurant im amerikanischen Stil mit viel Holz, soll rund 280 Besuchern Platz bieten, der Biergarten 300 Sitzplätze bekommen. In der Eventhalle haben 200 Personen Platz. Das Motel hat 25 Doppelzimmer, die unterschiedlich eingerichtet werden (Las Vegas, New York, Blockhütte).

86 Mitarbeiter will das Unternehmen Road Stop inklusive Hauptverwaltung in Mettmann beschäftigen – 40 Angestellte, sechs Auszubildende sowie rund 40 Aushilfen.

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