Warnung: Unbekannte haben Rattengiftköder ausgelegt. Ein Hund ist bereits gestorben.

Mettmann. Unter den Mettmanner Hundebesitzern geht die Angst um. Denn die Stadt warnt vor Rattengiftködern am Mettmanner Bach im Bereich Große Furth. Ein Hund, der in diesem Bereich Rattengift gefressen hat, ist bereits gestorben. Ob ein Hundehasser die Köder ausgelegt hat, dazu konnten gestern weder die Stadt noch die Polizei etwas sagen.

Zwei weitere Hunde mussten tierärztlich behandelt werden

Zwei weitere Hunde mussten nach Angaben der Stadtverwaltung tierärztlich behandelt werden. Auch Kinder, die entlang des Mettmanner Bachs spielen, seien gefährdet, wenn sie Köder mit Rattengift in den Mund nehmen und verschlucken. "Am besten ist es, wenn Kinder dort erst einmal nicht spielen", sagte Michael Lietzow, Pressesprecher der Stadt. Hundehalter sollten ihre Lieblinge nicht frei im Bereich Große Furth herumlaufen lassen.

Die Stadt hat kein Unternehmen damit beauftragt hat, Rattengift am Mettmanner Bach auszulegen. Lietzow: "Einen Auftrag wegen einer Rattenplage entlang des Hangs am Mettmanner Bach gibt es nicht."

Das Ordnungsamt hat gestern in dem mit Rattengift verseuchten Gebiet Warnungen aufhängen lassen, die auf die Gefahr hinweisen. Ob der Halter des getöteten Hundes Strafanzeige gestellt hat, konnte gestern Abend bei der Polizei niemand sagen.

Tierarzt Dr. Martin Müschenich wusste noch nichts von den Vorfällen. "Bei mir sind keine Hunde mit Symptomen einer Vergiftungen aufgelaufen", sagte der Veterinär.

Die ersten sichtbaren Symptome zeigen sich meist erst 48 Stunden nach der Giftaufnahme. Folgende Symptome treten bei einem Hund auf, der Rattengift gefressen hat: häufiges schaumartiges Erbrechen, mit Blut vermischter Durchfall, blasse Schleimhäute, die Körpertemperatur sinkt.

Rattengift ist frei verkäuflich. Es sieht aus wie ein kleiner Müsliriegel und ist entweder blau oder rosa eingefärbt.

Hat ein Hund Rattengift geschluckt, sollte man innerhalb der nächsten vier Stunden einen Tierarzt aufsuchen. Dieser wird dem Tier ein Mittel zum Erbrechen verabreichen, damit das Rattengift nicht in den Blutkreislauf gelangt. Das Rattengift enthält einen Wirkstoff, der die Blutgerinnung verhindert. Das Tier verblutet innerlich und geht elendig ein.

Das Gift, so der Tierarzt, müsse normalerweise so ausgelegt werden, dass weder Tiere noch Menschen an die Köder kommen können.

Dass noch weitere Hunde mit dem Gift in Kontakt gekommen sind, kann zurzeit nicht ausgeschlossen werden. Denn "Rattengift wirkt verspätet", sagt Dr.Müschenich: "Das Gift macht die Blutgerinnung kaputt."

Verletzen sich Tiere, die Rattengift gefressen haben, verbluten sie. Allerdings komme es wie bei allen Stoffen auf die Dosis an, so Dr.Müschenich. Erbrechen die Tiere oder haben gar Blut im Kot oder Urin, müsse sofort der Tierarzt aufgesucht werden.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer