Gerüchte um einen Interessenten für das Stadtwaldhaus sollen nicht stimmen.

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Die Zukunft des Stadtwaldhauses bleibt auch weiterhin ungewiss.

Die Zukunft des Stadtwaldhauses bleibt auch weiterhin ungewiss.

Stefan Fries

Die Zukunft des Stadtwaldhauses bleibt auch weiterhin ungewiss.

Mettmann. „Das Stadtwaldhaus gehört den Bürgern. Deshalb sollte es in städtischem Besitz bleiben“, sagt Peter Feyen, der Vorsitzende des Mettmanner Bürgerforums. Sollte es dennoch eine Mehrheit im Stadtrat für den Verkauf der Immobilie geben, könnte sich Feyen durchaus vorstellen, eine Bürgerstiftung ins Leben zu rufen, um das Haus für die Mettmanner zu erhalten.

Sanierung des Hauses würde 188.000 Euro kosten

Weil das Haus dringend sanierungsbedürftig ist, die Stadt 188.000 Euro investieren müsste, kam im Rathaus die Idee auf, sich von der Immobilie zu trennen. Bislang hat sich von den Ratfraktionen nur die SPD eindeutig positioniert und erklärt, dass sie das Stadtwaldhaus als Restaurations- und Freizeiteinrichtung für die Bürger erhalten will. Deshalb werden die Genossen einem Verkauf des Stadtwaldhauses nicht zustimmen. Die SPD fordert, dass die Bürger an der Entscheidung über die Zukunft des Stadtwaldhauses beteiligt werden. Und die Bürger- und Heimatvereinigung Aule Mettmanner hat die Bürger dazu aufgerufen, ihre Meinung zu einem möglichen Verkauf zu äußern.

Gäste des Stadtwaldhauses wollten schon eine Unterschriftenaktion zum Erhalt des Hauses und des Restaurants starten. „Aber davon habe ich abgeraten. So was bringt doch nichts“, sagt Peter Petkovic, der mit seiner Familie das Haus seit 24 Jahren bewirtschaftet. Der Wirt wundert sich, dass die Stadt noch nicht auf seine Familie zugekommen ist, um zu erfahren, ob sie das Haus nicht kaufen möchte. Petkovic: „Immerhin gab es vor Jahren schon mal ein Angebot von unserer Seite.“

Im Haupt- und Finanzausschuss hat Bürgermeister Bernd Günther gestern Abend im nicht-öffentlichen Teil einen Punkt zum Stadtwaldhaus von der Tagesordnung gestrichen, „weil die Fakten nicht mehr stimmen“. Nach WZ-Informationen soll es sich dabei um ein angebliches Kaufangebot gehandelt haben, in dem ein Interessent angeboten haben soll, das Stadtwaldhaus zu übernehmen und als Restaurant mit Biergarten weiter zu betreiben.Scharf kritisiert wurde von der CDU und FDP ein Antrag der SPD, die Bürger bei der Entscheidung über die Zukunft des Stadtwaldhauses miteinzubeziehen. Damit seien zum falschen Zeitpunkt Informationen aus nicht-öffentlichen Sitzungen preisgegeben worden. „So was kann Verhandlungen und ganze Existenzen gefährden“, sagt Klaus Müller, FDP-Fraktionsvorsitzender.

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