Zum vierten Mal in Folge trafen sich Naturliebhaber bei der Pflanzentauschbörse im Vorhof des Caritas Altenstifts.

Mettmann
Katja Thürling-Patzke (r.) nutzte wie viele Bewohner von Mettmann-Süd die Pflanzentauschbörse.

Katja Thürling-Patzke (r.) nutzte wie viele Bewohner von Mettmann-Süd die Pflanzentauschbörse.

Dietrich Janicki

Katja Thürling-Patzke (r.) nutzte wie viele Bewohner von Mettmann-Süd die Pflanzentauschbörse.

Nichts war voll in Blüte. Das entsprach dem Plan, denn die Pflanzentauschbörse wollte mit ihren verschiedenen zarten Pflänzchen in den Frühling hineinwachsen. Zum vierten Mal in Folge fand sie im Vorhof des Caritas Altenstifts an der Schumannstraße statt. Und weil das Wetter überaus einladend war, trafen sich einige Leute zu Kaffee, Kuchen und dem Austausch über alles, was grünt und blüht.

Fachsimpeln über grüne Schönheiten

Hauptorganisatorin Kerstin Will-Andress hatte einige Tische mit abwaschbaren Decken belegt und in die Sonne gestellt. Hier konnte nun jeder, der etwas anzubieten hat, seine Ableger, Samen, Setzlinge und Stauden platzieren. Zwischen Sommerflieder, Hortensie und Vergissmeinnicht entwickelten sich Fachgespräche. „Wenn dieser Storchenschnabel bordeaux-schwarz blüht, heißt das vielleicht, er hat einen schwarzen Rand?“, mutmaßte Ingelore Frank-Fügler über ein grünes Büschel, das sich erst später zu einem blühenden Exemplar entfalten will. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, zuckte Annegret Winter ratlos die Schultern. Wusste aber, dass der rosefarbene Balkonstorchenschnabel „sehr, sehr schön ausschaut“.

Einzeln verpackt in Papiertüten gab es gegen eine kleine Spende Samen für Sonnenblumen, die bis zu zwei Meter hoch wachsen und Akelei sowie Zitronenmelisse im Noch-Bonsai-Format.

Aktionen sollen das Miteinander stärken

Letztlich ging es aber bloß vordergründig darum, alle Utensilien zur adretten Gestaltung von Balkon oder Garten zu bekommen. Wie bei allen Aktionen, die der Kreativpool Ideenlust, wie die Damen Sabine Weyer, Doris Gay-Wischnewski und Heike Ahnert mit Kerstin Will-Andress sich nennen, entwickeln, geht es darum, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen. „Ob Kinobesuch oder Theatergang – wenn im Quartier etwas gefällt, machen wir es“, fasste Sabine Weyer zusammen. „So entsteht dann automatisch auch Nachbarschaftshilfe“, sagt sie.

Und auch, wenn es mal Rückschläge gibt, bleiben die Ehrenamtler aus Süd kontinuierlich am Ball. Die „Gift-Box“, für die Sabine Weyer mit dem Mettmanner Bauverein nun einen Sponsor gefunden hat, wartet noch immer auf seine Inbetriebnahme. „Aber das wird schon“, sind sich alle einig. Der „Zulauf wird immer besser“, schwärmten die Organisatoren nun zunächst von ihrer Pflanzenbörse.

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