Michael Fröhlich zog mit seiner Firma „Fantastische Fahrzeuge“ um.

Wirtschaft
Michael Fröhlich inmitten seiner Schätzchen – hier mit einem Ford GT 40-Nachbau.

Michael Fröhlich inmitten seiner Schätzchen – hier mit einem Ford GT 40-Nachbau.

Simone Bahrmann

Michael Fröhlich inmitten seiner Schätzchen – hier mit einem Ford GT 40-Nachbau.

Mettmann. Er strahlt, als müsse er seinem Namen ständig gerecht werden. Doch Michael Fröhlich (64) ist kein Schauspieler, er ist einfach ein lockerer Typ. Und der Erkrather Autonarr, der an den Weihnachtsfeiertagen mit mehr als 70 Oldtimern und teueren Nobelkarossen von Düsseldorf nach Mettmann gezogen ist, fühlt sich in der Kreisstadt wohl.

„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.“
Michael Fröhlich, Autonarr

„Irgendwann muss man eine Entscheidung fürs Leben treffen“, sagt Fröhlich. In Mettmann will er noch 18 Jahre seinen Geschäften als Chef der „Fantastischen Fahrzeuge“, einer Agentur für Oldtimer, nachkommen.

Seit mehr als 40 Jahren hat sich Fröhlich auf Oldtimer spezialisiert. „In Düsseldorf bin ich ein paar Mal umgezogen. An der Niederrheinstraße war es längst viel zu eng“, sagt Fröhlich. Und weil er an den leer stehenden Hallen des einstigen Autohauses Huppert an der Rudolf-Diesel-Straße auf dem Weg ins heimische Erkrath ständig vorbeifuhr, hielt er irgendwann mal an und fand die Telefonnummern eines Maklers.

Weil er die Halle sofort beziehen konnte, schlug Fröhlich zu. „In drei Jahren möchte ich das hier alles kaufen“, sagt er. Mit ihm kamen vier Angestellte, die als Spezialisten nicht nur an Oldtimern schrauben können, sondern selbst schrottreife Altwagen von Grund auf wieder aufbauen können.

Fröhlich, der „’was Ordentliches“ lernen sollte, brach sein Jurastudium ab, denn eigentlich hatte immer nur Autos im Kopf. Nach 40 Jahren, sagt er, hat er Kunden auf der ganzen Welt. „Ich hab’ Hitlers Karre für zwölf Millionen nach Moskau und den Rolls-Royce von Lady Di für 100 000 Euro nach New York verkauft“, sagt Fröhlich. Und er hat sogar selbst Autos mit dem Mechaniker Gerd Fochtner, der heute noch für ihn arbeitet, gebaut. Einen davon, einen Cobra Phoenix, fährt heute noch Ex-Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg in Monaco.

Die Tür des Oldtimer-Geschäfts steht auch Menschen offen, die sich keinen Oldtimer leisten können, sich nur mal umsehen wollen. Zudem möchte sich Michael Fröhlich den Mettmannern mit einem Tag der offenen Tür vorstellen. Ein Termin stehe noch nicht fest.

In Mettmann könnten Oldtimerfans Bluthochdruck bekommen, wenn sie zwischen den vielen Autos durchschlendern. Dort stehen unter anderem ein „Auto Union 1000 SP“, in dem Elvis einst durch Süddeutschland fuhr, Michael Schumachers Ferrari F 360 Spider F 1, der Mercedes 300 („Adenauer“) des spanischen Diktators Franco und die Sonderanfertigung eines Rolls-Royce, den sich der marokkanische König für die Falkenjagd bauen ließ.

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