Die Verwaltung will im Rahmen der Etatberatungen verschiedene Varianten prüfen.

Politik
Lockere Pflastersteine gehören in der Oberstadt mittlerweile zum Straßenbild.

Lockere Pflastersteine gehören in der Oberstadt mittlerweile zum Straßenbild.

Stefan Fries

Lockere Pflastersteine gehören in der Oberstadt mittlerweile zum Straßenbild.

Mettmann. Löcher im Pflaster, mit Asphalt notdürftig zugeschmiert. Lockere Pflastersteine, zwischen die Zementmörtel gefüllt wurde. Stolperkanten und vom Regenwasser ausgespülte Fugen. Das Natursteinpflaster auf der Ober- und Mittelstraße – aber auch auf dem Markt rund um die St. Lambertus-Kirche – präsentiert sich stellenweise in einem traurigen Zustand. Es muss dringend saniert werden, damit die schadhaften Stellen nicht noch größer werden.

Mangels Personals werden Schäden nicht befriedigend behoben

Zwar sei der Baubetriebshof bemüht, kleinere Schäden nach und nach zu beheben, doch „mangels zur Verfügung stehenden Personals gelingt die Schadensbeseitigung jedoch nicht immer in dem gewünschten Maß. Dauerhaft kann dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass immer größere Flächen mit Schäden behaftet sind, keine Lösung sein“, heißt es dazu aus dem Rathaus.

Laut Verwaltung werden die Schäden am Pflaster durch die starke Verkehrsbelastung verursacht. Ursprünglich seien die Steine für eine Fußgängerzone mit Anliegerverkehr verlegt worden. Doch seitdem die Oberstraße werktags von 7 bis 19 Uhr für den Verkehr freigegeben worden sei, hätte sich die Verkehrsbelastung vervielfacht, so dass das Kopfsteinpflaster stark beansprucht werde.

Deshalb hat die Stadtverwaltung vier Vorschläge zur Sanierung des Pflasters erstellt. Im Rahmen der anstehenden Haushaltsplanberatungen für 2011 soll die Politik entscheiden, welches Sanierungskonzept umgesetzt werden soll.

Der erste Vorschlag sieht vor, dass das gesamte Pflaster auf der Ober-, Mittlstraße, Lambertustor, Markt und Kirchgasse aufgenommen (rund 4400 Quadratmeter) und in starrer Bauweise wie auf dem Jubiläumsplatz neu verlegt wird. Weil dafür die gesamte Tragschicht erneuert werden müsste, würde die Sanierung rund 1,2 Millionen Euro kosten. Bei der zweiten Variante würde ebenfalls das gesamte Pflaster aufgenommen, aber wie bisher in flexibler Bauweise verlegt. Die Kosten dafür beliefen sich noch auf rund 770 000 Euro.

Seit geraumer Zeit werden in der Oberstadt verschiedene Pflasterfugen erprobt. Die Reinigung des Natursteinpflasters wird deshalb nicht mehr mit einer Kehrmaschine durchgeführt, damit die sich die Pflasterfugen in den sanierten Flächen stabilisieren können. Die Sanierung kleiner Flächen in der Oberstadt kann die Stadt aus den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln bezahlen. Allerdings dient die punktuelle Sanierung hauptsächlich dazu, die Verkehrssicherheit zu erhalten. Für eine größere angelegte Sanierung müssten zusätzliche Haushaltsmittel bereit gestellt werden.

Eine Neuverlegung nur der schadhaften Stellen würden nach Berechnungen im Rathaus mit etwa 330 000 Euro zu Buche schlagen. Die kostengünstigste Lösung sieht vor, dass lediglich offene Fugen neu gefüllt und lose Pflasterstein neu verlegt werden. Für das Auskratzen und Verfugen müsste mit Kosten von rund 300 000 Euro gerechnet werden.

Aus Kostengründen soll nur stellenweise ausgebessert werden

Aus Kostengründen schlägt die Verwaltung vor, nur die schadhaften Stellen in der Oberstadt neu verlegen zu lassen. „Dieser Vorschlag ist bautechnisch vernünftig und stellt trotz vertretbarer Kosten eine längerfristige Sanierung der Flächen in Aussicht“, heißt es in der Begründung der Stadt.

Nachteil: Die sanierten Flächen werden anfangs deutlich erkennbar sein, sich erst mit zunehmenden Alter farblich der restlichen Pflasterung anpassen. Zudem könnten die reparierten Flächen frühestens nach einem halben Jahr maschinell gereinigt werden.

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