Gewäser: Im Herbst beginnt der Bergisch-Rheinische Wasserverband ein großes Bauvorhaben.

Diplom-Ingenieur Markus Koch (l.) und Bauleiter Carsten Baum, Mitarbeiter des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes (BRW), an dem rund 40 Jahre alten Regenüberlaufbecken an der Kantstraße in Metzkausen, das im Herbst durch ein neues Bauwerk ersetzt werden soll.
Diplom-Ingenieur Markus Koch (l.) und Bauleiter Carsten Baum, Mitarbeiter des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes (BRW), an dem rund 40 Jahre alten Regenüberlaufbecken an der Kantstraße in Metzkausen, das im Herbst durch ein neues Bauwerk ersetzt werden soll.

Diplom-Ingenieur Markus Koch (l.) und Bauleiter Carsten Baum, Mitarbeiter des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes (BRW), an dem rund 40 Jahre alten Regenüberlaufbecken an der Kantstraße in Metzkausen, das im Herbst durch ein neues Bauwerk ersetzt werden soll.

Stefan Fries

Diplom-Ingenieur Markus Koch (l.) und Bauleiter Carsten Baum, Mitarbeiter des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes (BRW), an dem rund 40 Jahre alten Regenüberlaufbecken an der Kantstraße in Metzkausen, das im Herbst durch ein neues Bauwerk ersetzt werden soll.

Metzkausen. Im August 2007 hatte der Bürgerverein Metzkausen Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt, nachdem der Verein mehrfach auf Verschmutzungen des Krumbachs hingewiesen hatte, aber trotzdem nichts passierte.

Obwohl die Ursache bekannt war: Bei starken Niederschlägen mischt sich ungeklärtes Abwasser aus Metzkausen im Regenüberlaufbecken an der Kantstraße mit Niederschlagswasser. Läuft das Überlaufbecken nach heftigen Regenfällen voll, wird das Wasser in den Krumbach abgeleitet. Das führt dazu, dass dann auch Fäkalien und andere Toilettenabfälle im Bach landen.

 

„Der Bau der neuen Anlagen wird zu einer deutlichen Verbesserung der Situation führen.“

Markus Koch, BRW-Mitarbeiter zum Bau eines neuen Regenüberlauf- und Regenrückhaltebeckens an der Kantstraße

Die Anzeige blieb folgenlos, weil der Einlauf des Wassers rechtens ist. Dennoch wird der Bergisch-Rheinisch Wasserverband (BRW) die Situation in diesem Jahr mit einer Millionen teuren Investition verbessern. Das alte Regenüberlaufbecken wird abgerissen und ein neues Becken gebaut. „Außerdem wird der Bau eines Regenrückhaltebeckens für die Entlastung des Regenüberlaufbeckens erforderlich“, sagt Markus Koch, Leiter Fachbereich Abwasser beim BRW.

Die ersten vorbereitenden Arbeiten für das Bauvorhaben wurden bereits durchgeführt. Im Dezember wurden Bäume gefällt, die auf dem umzäunten BRW-Gelände des alten offenen Überlaufbeckens standen. Mit den eigentlichen Arbeiten wird es laut Markus Koch und Bauleiter Carsten Baum aber erst im Herbst losgehen.

Die Bauzeit wird rund zwei Jahre dauern. Die Kosten beziffert Diplom-Ingenieur Koch auf rund sechs Millionen Euro. Hinzu kommen rund eine Million Euro für Zulaufkanäle, die zwar der BRW baut, die aber in den Zuständigkeitsbereich der Stadt fallen.

Bei starkem Regen schwappt das Wasser über

Bei starken Niederschlägen laufen die zwei alten Betonbecken des Regenüberlaufbeckens schnell voll. Das Wasser, das dann über den Beckenrand schwappt, wird unkontrolliert in den Krumbach eingeleitet. Die neue Anlage wird künftig dafür sorgen, dass das Wasser, das aus dem Regenüberlaufbecken über den Beckenrand tritt, ins Regenrückhaltebecken geführt und von dort aus kontrolliert durch zwei Ausläufe in den Krumbach geleitet wird, 20 Liter pro Sekunde.

„Das entspricht den Anforderungen des Gewässerschutzes“, sagt BRW-Mitarbeiter Koch. Und der Bau der neuen Anlagen „wird zu einer deutlichen Verbesserung der Situation führen“, sagt er.

Die gesamte Anlage wird auf dem BRW-Gelände und dem heutigen kleinen Parkplatz gebaut. Koch: „Alle Becken werden überbaut und später von der Stadt begrünt.“ Der Parkplatz fällt weg, aber ein Fußweg soll durch eine kleine Grünanlage führen. Außerdem plane die Stadt, dort einen kleinen Spielplatz anzulegen.

Im Rahmen der umfangreichen Baumaßnahmen soll auch der Krumbach, der unterhalb des BRW-Anlage vorbeifließt, renaturiert werden. Darüber hinaus werden nach Abschluss des Bauvorhabens ökologische Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in die Natur vorgesehen, sagt Koch.

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