Einige Badegäste hatten erwartet, dass das Schwimmbad an heißen Tagen früher öffnet als sonst.

Besucherrekord im Mettmanner Naturbad: Am Samstag schätzte Frank Fitsch, Abteilungsleiter Bäder, die Zahl der Badegäste auf 4000. Vor der Kasse bildeten sich lange Schlangen. Zeitweise öffnete Fitsch eine zweite Kasse, um die Schlange „abzuarbeiten“.

Dr. Michael Bormann aus Metzkausen wollte am Samstag – wie viele andere – das Naturbad besuchen. Aber es kam ganz anders. Bormann: „Auf der Homepage der Stadt Mettmann sind die Öffnungszeiten des Naturfreibades mit 10 bis 19 Uhr angegeben, versehen mit dem Zusatz ,An sehr schönen Tagen behalten wir uns vor, die Öffnungszeiten zu verändern’“.

Schlange war an der Kasse viel zu lang

Seine Erwartung war nun, dass an einem Wochenende, für das bereits seit geraumer Rekordtemperaturen vorhergesagt sind, die Öffnungszeiten verändert werden, namentlich das Bad früher öffnet. „Als meine Frau und ich dann allerdings am Samstag um 8 Uhr vor dem Bad standen, war es verschlossen.“ Familie Bormann versuchte ihr Glück um 10 Uhr erneut. Allerdings war die Schlange an der Kasse um 10 Uhr so lang, dass man ihr Ende nicht erkennen konnte. „Wir entschlossen uns daher zur Umkehr – wie zahlreiche andere Badewillige auch. Ich möchte mir nicht vorstellen, in welchem Umfang der Stadt hier Einnahmen entgangen sind.“ Die Stadt hätte sich bürgerfreundlich und serviceorientiert zeigen können Der Bürgermeister selbst hätte sogar politisch Kapital daraus schlagen können, indem er sich um 8 Uhr selbst an die Kasse setzt, schreibt Bormann.

Fitsch, der am Samstag zusammen mit fünf Helfern im Einsatz war, hatte die Öffnungszeiten eingeschränkt, ansonsten wäre das Pensum nicht zu stemmen gewesen. Er hatte überlegt, das Bad zeitweise zu schließen, da der Publikumsansturm zu groß war. Auch der Sicherheitsaspekt habe eine Rolle gespielt. „Die Schwimm-Meister müssen die Kontrolle über die Badegäste und das Wasser behalten.“ cz

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