Polizei will vor zu schnellem Fahren abschrecken.

In diesem Jahr sind im Kreis Mettmann schon zwei Motorradfahrer tödlich verunglückt. Erst vor zwei Wochen verunglückte ein Biker in Hilden so schwer, dass er an den Folgen seiner Verletzungen starb. Doch Tempo-Begrenzungen scheinen für viele Herren auf zwei Rädern nicht zu gelten.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Polizei bei einer Kontrolle auf dem Mettmanner Südring innerhalb von nur einer Stunde neun viel zu schnelle Motorradfahrer erwischt. Ein „Déjà-vu“ erlebten die Polizisten jetzt am Mittwochabend. Erneut wurden innerhalb von nur einer Stunde neun Anzeigen aufgenommen.

In allen Fällen waren es Motorradfahrer, die deutlich zu schnell unterwegs waren. Abendlicher Spitzenreiter war ein 25-jähriger Ratinger, der seine Honda CBR auf 163 km/h beschleunigte. Was er sich dabei gedacht hatte, konnte er der Polizei nicht beantworten. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h war ihm aber nach eigener Aussage wohl bekannt.

Die Polizei hofft, dass ein zu erwartendes Bußgeld in Höhe von 600 Euro, ein dreimonatiges Fahrverbot sowie zwei Punkte in Flensburg ihn in Zukunft hoffentlich motivieren werden, sich an diese und andere Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. In der vergangenen Woche brachte es ein junger Mann aus Düsseldorf an gleicher Stelle auf 154 km/h.

Polizei: Fußgänger und Radfahrer werden gefährdet

Die Polizei kündigt weiterhin verstärkte Kontrollen auf dem Südring an. Gerade in den Abendstunden seien dort viele Spaziergänger und Hundehalter unterwegs. Jogger und Radfahrer aller Altersklassen kreuzen dann in Höhe des Wanderparkplatzes die Fahrbahn. Die Bürger verlassen sich darauf, dass Autos und Motorräder die Tempo-Begrenzung einhalten. wie/Foto: Archiv

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