Nach gerade einmal acht Monaten Bauzeit wurde gestern vor dem Verwaltungsgebäude an der Goethestraße Richtfest gefeiert.

Landrat Thomas Hendele beim Richtfest des neuen Verwaltungsgebäudes.Es wird durch eine Brücke mit dem alten Haus verbunden.
Landrat Thomas Hendele beim Richtfest des neuen Verwaltungsgebäudes.Es wird durch eine Brücke mit dem alten Haus verbunden.

Landrat Thomas Hendele beim Richtfest des neuen Verwaltungsgebäudes.Es wird durch eine Brücke mit dem alten Haus verbunden.

Janicki

Landrat Thomas Hendele beim Richtfest des neuen Verwaltungsgebäudes.Es wird durch eine Brücke mit dem alten Haus verbunden.

Mettmann. Als um kurz vor 11 Uhr gestern größere Menschenmengen meist mit Anzug und Schlips gekleidet über die Goethestraße in Mettmann zogen, roch es in der Nähe bereits nach frischen Bratwürstchen. An die 100 Mitarbeiter der Kreisverwaltung wollten es sich offenbar nicht nehmen lassen, höchstpersönlich ihre neuen Büros an der Goethestraße in Augenschein zu nehmen. Bevor jedoch beim Mittagessen am Grill kräftig zugelangt wurde, erklärte Landrat Thomas Hendele beim Richtfest noch kurz, was es mit dem neuen Gebäude der Kreisverwaltung auf sich hat.

Teure Anmietungen in der Innenstadt ergeben keinen Sinn

Schon 2007 war der Kreis sich einig, dass teure Anmietungen von Büroflächen in der Mettmanner Innenstadt eigentlich keinen Sinn mehr machen. Das Gebäude am Kolben etwa – derzeit ist dort unter anderem das Kreisveterinäramt untergebracht – gehört dem Kreis nicht und es muss Miete gezahlt werden. Der Plan: Möglichst viele Mitarbeiter sollten zentral und in der Nähe des Kreishauses arbeiten.

Doch das alte Verwaltungsgebäude an der Goethestraße war marode. Eine Sanierung aus Kostengründen undenkbar. Im Jahr 2012 entschloss sich der Kreistag für einen Neubau, der eigentlich nicht teurer als 10,7 Millionen Euro sein sollte. Das jetzt doch 12,5 Millionen Euro Gesamtbaukosten daraus geworden sind – da kann der Kreis nichts dafür. Solche Bauprojekte müssen europaweit ausgeschrieben werden müssen, zwölf Architekturbüros bewarben sich. Der Kreis entschied sich und hatte dann mächtige Ärger mit dem Zweitplatzierten. Der reichte eine sogenannte „Vergabebeschwerde“ ein. Der folgende Rechtsstreit hat den Kreis ein Jahr verlorene Bauzeit und eine ganze Stange Geld gekostet.

Der Bau soll noch im Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein

Landrat Hendele war hocherfreut, dass der fast 7000 Quadratmeter Bürofläche umfassende Neubau in nur acht Monaten hochgezogen worden ist. Hendele ist zuversichtlich, dass der Bau noch im Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein wird. Die Bauteile sind durch eine gläserne Brücke miteinander verbunden. Platz ist ist den rund 145 Büros für 200 Mitarbeiter.

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