Klaus Müller (FDP) und Horst-Dieter Fischer (SPD) werden Bernd Günthers Stellvertreter.

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Klaus Müller (FDP)

Klaus Müller (FDP)

Klaus Müller (FDP)

Mettmann. Die Tage von Bürgermeister Bodo Nowodworski (59) als Bürgermeister sind gezählt. Am 20. Oktober hat er seinen letzten Arbeitstag im Rathaus. Danach wird er als selbstständiger Berater und als Vorstandmitglied des Mettmanner Bauvereins (MBV) sein Geld verdienen. Am 21. Oktober wird der 58 Jahre Bernd Günther (CDU) seinen Dienst als hauptamtlicher Bürgermeister Mettmanns antreten.

Einen Wechsel wird es auch beim ersten stellvertretenden Bürgermeister geben. Ottokar Iven (68), der viele Jahre Mettmanns ehrenamtlicher Bürgermeister und zuletzt zehn Jahre als erster stellvertretender Bürgermeister zahllose Termine wahrgenommen hat, wird vom FDP-Mann Klaus Müller (54) abgelöst.

"Wir stehen zu unserer Vereinbarung mit der FDP."

Ute Stöcker, Fraktionsvorsitzende der CDU

Schon im vergangenen Jahr hatten die CDU und die FDP eine Vereinbarung getroffen, die den Weg für Müller jetzt frei macht. Die Liberalen verzichteten auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten und unterstützten Bernd Günther. Dafür gaben die Christdemokraten das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters an die FDP ab.

Ute Stöcker (50), Fraktionsvorsitzende der CDU: "Wir stehen zu unserer Vereinbarung, dass wir dieses Amt der FDP überlassen, wenn Bernd Günther Bürgermeister ist und wir auch weiterhin die stärkste Fraktion im Rat stellen. Und beides ist eingetroffen."

Die CDU wird erst in der kommenden Woche auf einer informellen Fraktionssitzung die Weichen für die künftige Arbeit im Rat stellen. Stöcker: "Bis zum 20. Oktober bleibt die alte Fraktion im Amt." Sie selbst wird wieder als Fraktionsvorsitzende kandidieren. Ute Stöcker hatte am 1. Januar des vergangenen Jahres den Fraktionsvorsitz von Joachim Sander (72) übernommen, der dieses Amt 36 Jahre lang bekleidet hatte.

Der neue Rat wird durch das starke Ergebnis der CDU (von 20 Wahlbezirken holten die Christdemokraten 19 im Direktmandat) mit Überhangmandaten von 44 auf 54 Sitze anwachsen. Stärkste Fraktion im neuen Stadtrat ist die CDU mit 19 Sitzen. Die SPD bekommt elf Sitze, und die FDP und die Grünen kommen auf jeweils acht Sitze. Die UBWG wird künftig sieben haben und die Partei Die Linke einen Sitz. CDU und FDP haben zusammen 27 Stimmen. Mit der Stimme von Bürgermeister Bernd Günther (CDU) hat das bürgerliche Lager dann eine Mehrheit gegenüber den 27 Stimmen von SPD, Grünen, UBWG und der Linken.

Die konstituierende Ratssitzung wurde auf den 27. Oktober terminiert.

In der FDP-Fraktion wird es vermutlich keine personelle Veränderungen an der Fraktionsspitze geben. Klaus Müller wird demnach Fraktionsvorsitzender bleiben. Andrea Metz (42) wird seine Stellvertreterin, und Günther Brinkmann soll wieder zum Fraktionsgeschäftsführer gewählt werden. Die neue Fraktion der Liberalen wird Klaus Müller für das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters nominieren. Die Entscheidung darüber wird der neue Rat treffen.

Bei den Genossen soll Horst-Dieter Fischer (66) auch künftig zweiter stellvertretender Bürgermeister bleiben. In einer Abstimmung hat sich Fischer gegen Andrea Rottmann (53) durchgesetzt. "Davon habe ich gehört", sagte am Montag SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Denstorff. Der scheidende, langjährige Fraktionsvorsitzender der SPD war bei dieser Entscheidung nicht mit dabei. Denstorff: "Die alte und die neue Fraktion tagen getrennt." Neuer Fraktionschef wird vermutlich der derzeitige Vize Berthold Becker

Hanne Steffin (Grüne) tritt in die Fußstapfen ihres Vaters

Bündnis 90/ Die Grünen haben inoffziell Nils Lessing (41) auch für die kommende Legislaturperiode zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreterin wird Hanne Steffin (27), die erstmals in den Mettmanner Stadtrat einziehen wird. Ihr Vater Eckhard Steffin gehörte mit zu den Mettmanner Grünen der ersten Stunde. Er zog 1984 mit Ulla Schnelting, Heike Lubjuhn (heute Ogan) und Jürgen Jürschick in den Rat ein.

Bei der Unabhängigen Bürger-Wählergemeinschaft (UBWG) soll es an der Fraktionsspitze zunächst keinen Wechsel geben. Hans Günther Kampen (76) will die Fraktion vorerst weiter anführen, sein Stellvertreter soll Henry Ordon (45) bleiben. Kampen will dafür im kommenden Jahr seinen Vorsitz bei der UBWG in die Hände von Stefan Prangenberg (50) übergeben.

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