Die Narren feierten am Samstag ausgelassen beim Karnevalszug. Dieser nahm die Bürgermeisterwahl aufs Korn.

Mettmann
Finden wir auch: Mettmann braucht endlich einen Super-Mario. Es wird höchste Zeit.

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30 Mottowagen, Fußgruppen und Musikkapellen zogen am Samstag durch die Mettmanner Innenstadt. Es war vorfrühlingshaft warm, die Jecken hatten ihren Spaß.

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Punkt 14.33 Uhr setzte sich der Mettmanner Karnevalszug unter dem Motto „eintausend-einhundert-elFKK“ bei strahlendem Sonnenschein in Bewegung. Es war ein farbenprächtiger „Zoch“ der sich mit rund 30 Mottowagen, Fußgruppen und Musikkapellen durch die Innenstadt schlängelte. Mehrere tausend Jecken standen in bunten Kostümen an den Straßenrändern.

Viele Besucher hatten aber den Eindruck, dass in diesem Jahr etwas zurückhaltender als in den Vorjahren die Wurfgeschosse unters Volk gebracht wurden. Die meisten Narren hatten sich auf das innerstädtische Zentrum um den Jubiläumsplatz/Schwarzbachstraße und in der Fußgängerzone Freiheitstraße eingefunden.

Auf der Schwarzbachstraße gab es einige Freundesgruppen die in einem Bollerwagen Getränke und Essen deponiert hatten und singend auf den „Zoch“ warteten. Auch am „Jubi“ und in der Freiheitstraße schunkelten die Jecken, prosteten sich zu und riefen lautstark „Mettmann Hellau“.

SPD inszeniert ihre Kandidatin als Heilsbringerin

Die SPD setzte mit ihrem Wagen auf ihre Bürgermeisterkandidatin Andrea Rottmann, die als Ärztin verkleidet Mettmann heilen soll. „Wir brauchen Andrea und ihre Spezialdemokraten“ lautete das Motto. Während die CDU auf ihre Dschungelkönigin und Fraktionsvorsitzende Ute Stöcker verwies, nahmen die Grünen mit ihrem Wagen die merkwürdige Bürgermeisterkandidatensuche der CDU auf die Schippe.

Premiere für die Teilnehmer des KHG

Das Thema Bürgermeisterwahl stand auch beim Wagen der Aulen auf dem Programm. Auf verschiedenen Spielkarten waren Fabian Kippenberg, Andrea Rottmann und ein Joker plakatiert. „Die CDU hat uns mit ihrer komischen Kandidatenkür so überrascht, dass wir statt Norbert Danscheidt noch Fabian Kippenberg plakatiert hatten. Aber eigentlich ist das auch egal“, sagte Aulen-Vorsitzender Friedel Liesenkloss.

Erstmals dabei war das Konrad-Heresbach-Gymnasium mit einer großen Fußgruppe und einer Sambagruppe. „Unser Gymnasium besteht dieses Jahr 111 Jahre. Da hatten wir gedacht, dass wir bei dieser jecken Zahl am Zug teilnehmen sollten. Das macht riesig Spaß. Vielleicht sind wir nächstes Jahr wieder dabei“, sagt Schulleiter Rudolf Kirschner.

Die Sehnsucht, dass der Zoch nie zu Ende geht

Der Lambertus-Chor feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Jubiläum. Grund genug für Regional-Kantor Matthias Röttger mit Kinder- und Erwachsenen-Chören als Fußgruppe sich am Zug zu beteiligen. Ganz toll der Wagen von Landwirt Rolf Beckershoff. „Schon seit mehreren Jahren haben wir im Freundes- Nachbarschaftskreis gesagt, wir nehmen Karnevalzug teil. Jetzt haben wir es endlich durchgesetzt“, so Beckershoff. Vor allem de Kartoffelsäcke waren bei den Jecken sehr begehrt. Das passende Motto des Marktbeschickers lautete „Op de Maat ston de Buure.“ Derweil kündigte sich das Ende des Zuges an. Eine Jecken-Gruppe vor dem Blumenladen Speck wollte es gar nicht wahrhaben und rief zum x-ten Mal „Mettmann Hellau, Mettmann Hellau.“

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