38 Mädchen und Jungen wurden gestern nach der Familienmesse ausgesandt.

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Nach der Familienmesse in St. Lambertus zogen gestern die Sternsinger mit goldenen Sternen, gesegneter Kreide und dem Licht von Bethlehem durch die Stadt.

Nach der Familienmesse in St. Lambertus zogen gestern die Sternsinger mit goldenen Sternen, gesegneter Kreide und dem Licht von Bethlehem durch die Stadt.

Stefan Fries

Nach der Familienmesse in St. Lambertus zogen gestern die Sternsinger mit goldenen Sternen, gesegneter Kreide und dem Licht von Bethlehem durch die Stadt.

Mettmann. Einen großen, goldenen Holzstern, gesegnete Kreide, eine Laterne mit dem Licht von Bethlehem und einen Stadtplan. Am Samstag haben 38 kleine Sternsinger beim letzten Vorbereitungstreffen in St. Lambertus ihre Grundausrüstung bekommen.

"Die drei König sind toll, deshalb mach’ ich mit."

Maria Viehbeck (8)

Vor ihrer Aussendung am Sonntagmorgen übten alle noch einmal die Lieder und kleinen Sprüche, die an den Haustüren vorgetragen werden. Maria Viehbeck (8) war schon textsicher. "Die drei Könige sind toll, deshalb mach’ ich mit", erklärte sie begeistert. Passend zum stürmischen Wetter war sie dick eingepackt. Unterm roten Umhang trug sie eine Winterjacke, dicke Stiefel, Stulpen, Handschuhe und Schal.

"Ich werde ständig nach einem Notfallplan gefragt, aber den gibt es nicht", sagte Annette Röttger, die seit vielen Jahren die Sternsingeraktion in St. Lambertus leitet. "Vor sechs Jahren war es viel gefährlicher. Damals machte uns Blitzeis die Besuche in den Haushalten fast unmöglich. Wir versuchen, in diesem Jahr wieder alle zu besuchen. Aber wenn gar nichts mehr geht, müssen wir leider abbrechen", erklärte sie.

"Die drei Könige aus dem Morgenland hatten es auf ihrem Weg nach Bethlehem auch nicht leicht", schallte es aus den Reihen der vielen Nachwuchskönige. Zwei von ihnen sind schon richtige Urgesteine. Marc Klimaschka (12) beteiligte sich schon das achte Jahr in Folge an der Sammelaktion von Kindern für Kinder. Sein Bruder Johannes (10) im weißen Gewand mit blauem Umhang war schon das fünfte Mal dabei. "Wir sammeln dieses Jahr besonders für die Kinder in Afrika. Der Senegal ist unser Beispielland", erklärte Johannes. "Aber insgesamt unterstützen wir 3000 Projekte in der ganzen Welt", fügte sein Bruder hinzu. Angst vor dem eiskalten Wetter hatten die beiden nicht. Sie hofften auf ein paar warme Getränke an der Haustür.

"Ich will den Kindern in armen Ländern helfen."

Lioba Sauter (11)

Für Lioba Sauter (11), die einen großen Turban und eine Tunika trug, war die Hilfe für arme Kinder eine ganz besondere Motivation. "Ich will den Kindern in armen Ländern helfen", erklärte sie. Ihr Bruder Zeno (8) erzählte währenddessen begeistert vom letzten Jahr: "Das war total lustig. Und dieses Jahr wird es bestimmt auch toll mit dem Schnee". Julia Kotschy (15) leitete in diesem Jahr zusammen mit ihrer Freundin Sarah Strelzyk (15) erstmals selbst eine Sternsingergruppe. "Wir werden bestimmt viel Spaß haben", meinte sie.

"Kinder finden neue Wege" heißt das Leitwort der 52. Aktion Dreikönigssingen 2010. Das Beispielland ist in diesem Jahr der Senegal. Mit dem Leitwort "Kinder finden neue Wege" wollen die Sternsinger darauf aufmerksam machen, dass Mädchen und Jungen in vielen Ländern der Welt mit ihren eigenen Lebensperspektiven immer auch die Zukunft ihres Landes gestalten.

Mehr als 100 Kinder und Jugendliche mit rund 50 Begleitern der drei katholischen Gemeinden haben sich im vergangenen Jahr an der Sternsingeraktion beteiligt. Sie haben und 15.548,71 Euro für Kinder in Not gesammelt.

Unter dem Motto "Kinder finden neue Wege - Utub yoon bu bees" machten sich die kleinen Könige dann am Sonntag nach der Familienmesse in St. Lambertus auf den Weg, um ihren Segen 20*C+M+B+10 an viele Mettmanner Haustüren zu schreiben. Einige entlegenere Häuser hatten die Gesandten aus dem Morgenland schon am Samstag besucht.

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