Aktion: Die Aulen Mettmanner lassen einen Platz im Stadtwald für die Bürger herrichten.

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Helmut Kreil, der 1. Vorsitzende der Aulen Mettmanner, inspizierte Mittwochvormittag den Fortschritt der Arbeiten im alten Steinbruch im Stadtwald. Der Ort an der knapp sechs Meter hohen Felswand soll wieder ein Treffpunkt für Spaziergänger werden. Dort werden Parkbänke aufgestellt.

Helmut Kreil, der 1. Vorsitzende der Aulen Mettmanner, inspizierte Mittwochvormittag den Fortschritt der Arbeiten im alten Steinbruch im Stadtwald. Der Ort an der knapp sechs Meter hohen Felswand soll wieder ein Treffpunkt für Spaziergänger werden. Dort werden Parkbänke aufgestellt.

Simone Bahrmann

Helmut Kreil, der 1. Vorsitzende der Aulen Mettmanner, inspizierte Mittwochvormittag den Fortschritt der Arbeiten im alten Steinbruch im Stadtwald. Der Ort an der knapp sechs Meter hohen Felswand soll wieder ein Treffpunkt für Spaziergänger werden. Dort werden Parkbänke aufgestellt.

Mettmann. Nicht nur auf frisch verliebte Pärchen hat der Steinbruch im Stadtwald einst eine magische Anziehungskraft ausgeübt. "Der Ort war früher auch bei Familien mit Kindern sehr beliebt", sagt Helmut Kreil, der 1.Vorsitzende der Bürger- und Heimatvereinigung Aule Mettmanner.

Eine schroffe Felswand fällt vom Böttinger Weg sechs Meter zum Goldberger Teichhinab. Mächtige Baumwurzeln haben den Schiefer am oberen Rand der Felswand fest in den Griff genommen. Unten breitet sich ein schöner Platz mit Blick auf den mit Seerosen überzogenen Goldberger Teich aus. Ein lauschiges Plätzchen.

Der Ort geriet über Jahre in Vergessenheit

Doch über viele Jahre war der Steinbruch in Vergessenheit geraten, nachdem sich die Natur den Platz an der Felswand zurückerobert hatte. "Die schöne Felswand konnte man fast gar nicht mehr sehen. Es war alles zugewuchert", sagt Kreil.

Nach einem Rundgang durch den Stadtwald mit Otto Kahm, dem Leiter des städtischen Grünflächenamtes, beschlossen die Aulen, den Steinbruch wieder zu rekultivieren. Er soll wieder ein Ort werden, an dem sich die Mettmanner gerne bei einem Spaziergang durch den Stadtwald aufhalten. In der Ratssitzung hatte Bürgermeister Bodo Nowodworski berichtet, dass die Aulen diesen Platz wieder herrichten wollen. Inzwischen hat das Mettmanner Garten- und Landschaftsbauunternehmen Wolf & Jäger den Platz und die Felswand freigeschnitten. Das Unternehmen wird von den Aulen bezahlt und hat sich über zwei Jahre verpflichtet, Sträucher und Bäume am Steinbruch zweimal im Jahr zurückzuschneiden.

Außerdem haben die Aulen mit dem Kalksteinwerk Neandertal einen wichtigen Sponsor gefunden. Zwei Mitarbeiter aus dem Neandertal haben am Mittwoch damit begonnen, den Platz herzurichten. Große Kalksteinbrocken aus dem Neandertal werden seitlich in aufgeschüttete Erdwälle eingelassen und die Flächen dann begrünt.

Im Jahre 1904, zur 1000-Jahrfeier Mettmanns, bedachte Henry Böttinger die Stadt mit einer großzügigen Geldspende, mit der sie das Gelände des heutigen Stadtwalds kaufen konnte. Henry Böttinger, der eine Tochter des Bayer-Gründers Friedrich Bayer geheiratete hatte, stieg in das Chemieunternehmen ein und machte es mit Friedrich Bayer jun., Friedrich Weskott und zu einem Weltunternehmen. Von 1889 bis 1909 war er Böttinger Mitglied im preußischen Abgeordnetenhaus. Zwischen 1909 und 1918 gehörte er dem preußischen Herrenhaus an und war gewählter Vertreter seines Wahlkreises Mettmann.

Im Steinbruch im Stadtwald wurde einst Material für den Straßenbau abgebaut. Daher stammt laut Aulen-Vorsitzenden Helmut Kreil die alte Ortsbezeichnung.

Kreil: "Außerdem stiftet das Kalkwerk zwei rustikale Steinbänke, eine dritte Bank übernehmen wir." Willi Schäfer, Geschäftsführer des Kalksteinwerks Neandertal, war von der Idee, den alten Bruch wieder zugänglich zu machen, "sofort begeistert", sagt Kreil. Im August wollen die Aulen den alten Steinbruch mit einem Fest der Öffentlichkeit übergeben.

Skater-Anlage muss für die Jugendlichen erhalten werden

Mit Sorge verfolgen die Aulen die Diskussion um die Skater-Anlage im Stadtwald, die möglicherweise für die geplante Wohnbebauung am Stadtwald verlegt werden muss. "Ich finde, sie sollte im Stadtwald bleiben, weil sie dort hervorragend von den Jugendlichen angenommen wird. Es wäre gut, wenn die Anlage durch neue Beläge gedämpft werden könnte. Aber wir sind der Meinung, dass der Lärm der Anlage gar nicht so groß ist, wie immer gesagt wird", sagt Kreil.

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