Händler in der Oberstadt loben den Einsatz der Spielplatzpaten, haben aber nicht mehr Kunden.

Mit Puscheln haben sich die Mädchen bei den Spielplatzpaten zum Tanzen formiert. Die Fahrten mit ferngesteuerten Autos kam bei den kleinen und großen Jungs gleichermaßen gut an.
Mit Puscheln haben sich die Mädchen bei den Spielplatzpaten zum Tanzen formiert. Die Fahrten mit ferngesteuerten Autos kam bei den kleinen und großen Jungs gleichermaßen gut an.

Mit Puscheln haben sich die Mädchen bei den Spielplatzpaten zum Tanzen formiert. Die Fahrten mit ferngesteuerten Autos kam bei den kleinen und großen Jungs gleichermaßen gut an.

Stefan Fries

Mit Puscheln haben sich die Mädchen bei den Spielplatzpaten zum Tanzen formiert. Die Fahrten mit ferngesteuerten Autos kam bei den kleinen und großen Jungs gleichermaßen gut an.

Mettmann. Am 12. Juni hat der Spielbummel der Spielplatzpaten begonnen. Die Veranstaltungsreihe, die seitdem einmal im Monat durchgeführt wird, soll helfen, den Samstagsmarkt in der Oberstadt zu beleben. Familien sollen auf den Markt gelockt und das Wochenend-Kinderprogramm mit einem Einkaufsbummel verbunden werden. Am Samstag gab es die vierte Ausgabe des Spielbummels. Wie sieht die Bilanz aus? Die WZ hörte sich in der Oberstadt um.

"Wir können sagen, dass unsere Teilnehmerzahlen ständig wachsen", resümierte Nicola Hengst-Gohlke von den Spielplatzpaten. Zusammen mit Yvonne Prinz steht sie bei jedem Spielbummel auf dem Marktplatz. Sie organisieren, bauen auf und leiten Spiele für Jung und Alt an. Mittlerweile hat es sich laut Nicola Hengst-Gohlke rumgesprochen, aber es kämen auch nach wie vor einige Menschen auf sie zu, die die Aktion nur zufällig auf dem Markt gesehen haben.

"Es ist sicher nicht die Resonanz, die sich viele erhofft haben."

Imke Körner, Verkäuferin beim Käsehändler Kaas Koning

Wie es mit dem Spielbummel weitergeht, wissen die Spielplatzpaten nicht. "Am 9. Oktober gibt es noch mal eine Auflage, wir haben verlängert", so Nicola Hengst-Gohlke. "Und sonst weiß ich nur, dass Anfang November der Stadtrat über die Zukunft des Samstagsmarktes reden will. "

Hinter ihr tummelten sich noch einige Familien. Am Samstag stand ein metergroßer Elektroauto-Parcours im Zentrum des Interesses. Auch um 12 Uhr, als der Spielbummel eigentlich vorbei war, scharten sich noch Kinder um die Anlage. Laut Spielplatzpaten waren amVormittag sogar fast mehr Väterals Kinder um die Autos versammelt.

Yvonne Prinz kümmerte um weitere Mitmachaktionen. Die Erzieherin zeigte Familien Tellerjonglage, Riesenmikado oder Tänze. "Zehn, zwölf Kinder blieben richtig lange, viele andere probieren zumindest etwas aus", sagte sie. Eine Familie aus Mettmann testete die Tellerjonglage. "Es ist gut, dass man über den Markt gehen und gleichzeitig mit den Kindern etwas erleben kann. Der Platz bietet sich dafür an. Aber es ist ja irgendwie ein Teufelskreis mit dem Samstagsmarkt", meinte der Familienvater.

Bleibt die Frage, ob die Händler auf den Markt auch einen Vorteil von dem ehrenamtlichen Engagement der Spielplatzpaten haben. Das Echo ist verhalten. "Drei oder vier Leute kamen vielleicht nach dem Spielbummel zu mir", sagte Imke Körner vom Käsehändler Kaas Koning. "Es ist sicher nicht die Resonanz, die sich viele erhofft haben", sagt sie.

Zu loben sei die Initiative der ehrenamtlichen Spielplatzpaten aber in jedem Fall. Auch die Blumenverkäuferin nebenan hat eine Meinung. "Für die Kinder ist es gut. Aber uns Händlern hat es nichts gebracht", sagte sie und würde wie die meisten Marktbeschicker lieber heute als morgen ihren Stand auf dem Jubiläumsplatz aufbauen.

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