Die Kinderkrankenschwester hat am Donnerstag Dienst auf der Wochenstation des Krankenhauses.

Nicole Derenko freut sich über die Geburt ihren Sohnes Luke, der am 21. Dezember auf die Welt kam. Am Donnerstag werden beide entlassen und können zu Hause Weihnachten feiern. Schwester Annette muss hingegen arbeiten. Ihr Spätdienst auf der Wochenstation beginnt um 13 Uhr.
Nicole Derenko freut sich über die Geburt ihren Sohnes Luke, der am 21. Dezember auf die Welt kam. Am Donnerstag werden beide entlassen und können zu Hause Weihnachten feiern. Schwester Annette muss hingegen arbeiten. Ihr Spätdienst auf der Wochenstation beginnt um 13 Uhr.

Nicole Derenko freut sich über die Geburt ihren Sohnes Luke, der am 21. Dezember auf die Welt kam. Am Donnerstag werden beide entlassen und können zu Hause Weihnachten feiern. Schwester Annette muss hingegen arbeiten. Ihr Spätdienst auf der Wochenstation beginnt um 13 Uhr.

Stefan Fries

Nicole Derenko freut sich über die Geburt ihren Sohnes Luke, der am 21. Dezember auf die Welt kam. Am Donnerstag werden beide entlassen und können zu Hause Weihnachten feiern. Schwester Annette muss hingegen arbeiten. Ihr Spätdienst auf der Wochenstation beginnt um 13 Uhr.

Mettmann. Nein, am Donnerstag wird kein Christkind im Evangelischen Krankenhaus an der Gartenstraße geboren. "Wir haben zwar eine Mutter auf der Station, die mit ihrem Kind überfällig ist und bei der wir versuchen, die Geburt künstlich einzuleiten", sagt Schwester Annette, "aber Heiligabend sollen wir es stoppen, wenn das Kind bis dahin noch nicht gekommen ist. Die meisten Mütter wollen nicht, dass ihr Kind am 24. Dezember geboren wird."

"Wenn ich daran denke, dass die Familie ohne mich unterm Tannenbaum sitzt, ist das schon schrecklich."

Annette Henschel, Kinderkrankenschwester

Seit 17 Jahren arbeitet Annette Henschel (43) als Kinderkrankenschwester auf der Wochenstation des Evangelischen Krankenhauses. Sie hat seitdem hunderte von Neugeboren gewickelt und umsorgt. Aber noch nie hat sie ein Kind am 24. Dezember kurz nach der Geburt in ihren Armen gehalten.

"Natürlich. Es ist schon etwas Besonderes, wenn ein Kind Heiligabend auf die Welt kommt", findet Annette Henschel. Aber die Eltern empfinden das meistens nicht so." Während es in den vergangenen Tagen im Kreißsaal und auf der Neugeborenenstation recht turbulent zuging - allein am 17. Dezember wurden fünf Kinder geboren - wird es über die Weihnachtstage ruhig auf der Station. "Natürlich wollen alle Mütter mit ihren Neugeborenen Heiligabend zu Hause sein. Sie werden, wenn möglich, rechtzeitig entlassen", sagt Annette Henschel.

So wie Nicole Derenko, die am 21. Dezember ihren Sohn Luke zur Welt brachte und am Donnerstag entlassen wird. Auch sie ist froh, dass Luke nicht am 24.Dezember geboren wurde. "Dann hätte ich Heiligabend nicht zu Hause sein können. Das wäre nicht so schön gewesen." Dann hätten ihr Mann Achim und der zweijährige Jan das Fest ohne sie und Luke feiern müssen.

Ausführliche Informationen zu den Entbindungsräumen, den angebotenen Hilfen gegen Wehenschmerz (z.B. PDA) sowie der medizinischen Überwachung und Betreuung gibt es auf einem Geburtsfilm des Krankenhauses. Der Film kann unter der Mettmanner Telefonnummer 773-161 bestellt werden. Einen kleinen Eindruck vermittelt zudem eine Kurzfassung des Geburtsfilms auf der Internetseite der Mettmanner Klinik.

Im Evangelischen Krankenhaus Mettmann werden im Schnitt 400 Kinder pro Jahr geboren. Chefarzt der Geburtshilfe und der Gynäkologie ist Dr. Gerald Bürkle. Auf der Station arbeiten neben Dr. Bürkle noch zwei Oberärzte und sechs Assistenzärzte, zehn Hebammen und 14 Schwestern.

Für Hebamme Anna Strate wäre es auch etwas Besonderes, wenn sie Heiligabend bei der Geburt eines Kindes dabei wäre. "Aber die meisten Frauen wollen das nicht. Denn dann geht der Geburtstag des Kindes im Weihnachtstrubel unter", haben ihr Mütter immer wieder erklärt. Die Hebamme freut sich, dass sie Heiligabend keinen Dienst hat, mit ihrem Freund und ihren Eltern Weihnachten feiern kann.

Dagegen wird Annette Henschel Heiligabend, wenn überall die Geschenke ausgepackt werden, auf der Station sitzen, zusammen mit ihren Kolleginnen, die wie sie Spätdienst haben - von 13bis 21Uhr. Es ist das erste Mal, dass sie nicht mit ihrem Mann Andreas, Tochter Bettina und ihren Eltern Weihnachten feiern kann. "Ich habe zum ersten Mal Heiligabend Spätschicht. Wenn ich daran denke, dass die Familie ohne mich unterm Tannenbaum sitzt, dann ist das schon schrecklich", sagt die Kinderkrankenschwester.

Weihnachtsstimmung im Schwesternzimmer

Dass sie am Neujahrsmorgen in aller Hergottsfrühe zum Dienst musste, findet sie längst nicht so schlimm wie den Spätdienst am 24. Dezember. "Aber das gehört nun mal zum Beruf dazu." Auch wenn sie wie viele ihrer Kolleginnen der Meinung ist, dass gerade die Dienste an Heiligabend, Weihnachten und Silvester besser vergütet werden sollten. "Das sind Tage, die sind eben nicht mit Ostern, Pfingsten oder anderen Feiertagen vergleichbar."

Im Schwesternzimmer werden es sich Annette Henschel, ihre Kollegin von der angrenzenden gynäkologischen Station sowie die diensthabende Ärztin und die Hebamme abends ein wenig gemütlich machen. Annette Henschel: "Jeder bringt etwas zu Essen mit und wir quatschen ein bisschen. Das wird bestimmt ganz schön. Eigentlich sind wir hier eine große Familie."

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