Neandertal: Die Stadt beteiligt sich mit 100000 Euro an der Umsetzung.

Mettmann. Mit großer Mehrheit hat der Rat dem Masterplan Neandertal "NaturkulTour" zugestimmt. Erkrath und der Kreis Mettmann hatten bereits von der Politik grünes Licht für das Projekt bekommen. Mit seiner Entscheidung sichert der Rat zu, dass sich Mettmann mit 100000 Euro an der Umsetzung des Masterplans beteiligen wird.

Mit dem Plan, der unter anderem einen 550 Meter langen Hochpfad von der oberen Museumsstraße bis zur Fundstelle beinhaltet, will sich die Gemeinschaft der Projektträger (Kreis Mettmann, die Stiftung Neanderthal Museum sowie die Städte Mettmann und Erkrath) an dem "Ziel-2-Wettbewerb Erlebnis.NRW" beteiligen. Nachdem bekannt wurde, dass die Summe für das Förderprogramm auf 40Millionen Euro beschränkt ist, es aber vermutlich viele Bewerber geben wird, wurde die vorgesehene Antragssumme von 12,7 Millionen auf unter sechs Millionen Euro reduziert. Neben dem Hochpfad sind unter anderem ein Informationszentrum und ein Panorama-Aufzug vom Regiobahnhaltepunkt "Neanderthal" zum Museum geplant.

Eine Chance, Museumsbesucher in die Stadt zu holen

Der Masterplan Neandertal biete Mettmann die Chance, Musueums-Besucher in die Stadt zu holen, hatte Bürgermeister Bernd Günther für ein positives Votum geworben. SPD-Fraktionsvorsitzender Berthold Becker ging sogar einen Schritt weiter und forderte, dass die Stadt ihrerseits einen eigenen Masterplan entwickeln müsse, mit dem Besucher angelockt werden könnten. "Wir brauchen einen Anknüpfungspunkt vom Museum zur Stadt", meinte auch CDU-Fraktionsvorsitzende Ute Stöcker. Für Klaus Müller (FDP) stand vor der Abstimmung fest: "Für die Neandertal-Stadt muss der Masterplan Neandertal doch eine Selbstverständlichkeit sein."

Befürchtungen, die Stadt werde für die Folgekosten des Projektes zur Kasse gebeten, widersprach die Verwaltung. "Aus den Einnahmen des Hochpfads sollen die Folgekosten des Pfads und des Panoramaaufzugs finanziert werden. Der Kreis hat signalisiert, dass auf die Städte keine weiteren Kosten zukommen", erklärte Fachbereichsleiter Kurt Werner Geschorec. Die Grünen stimmten gegen das Projekt, weil ihrer Meinung nach zu wenig Geld in die ökologische Aufwertung des Neandertals investiert wird. tl

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