Verdi-Vertrauensleute wehren sich gegen Stellenabbau-Pläne.

In einem Brief werfen die Gewerkschafter der FDP vor, die Stadtbücherei auf Einnahmen und Personalkosten zu reduzieren – im Bild: Bücherei-Leiterin Marita Dubke.
In einem Brief werfen die Gewerkschafter der FDP vor, die Stadtbücherei auf Einnahmen und Personalkosten zu reduzieren – im Bild: Bücherei-Leiterin Marita Dubke.

In einem Brief werfen die Gewerkschafter der FDP vor, die Stadtbücherei auf Einnahmen und Personalkosten zu reduzieren – im Bild: Bücherei-Leiterin Marita Dubke.

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In einem Brief werfen die Gewerkschafter der FDP vor, die Stadtbücherei auf Einnahmen und Personalkosten zu reduzieren – im Bild: Bücherei-Leiterin Marita Dubke.

Mettmann. Sie haben lange schlucken müssen. Der Schock war groß. Zwei Wochen nachdem die FDP nach ihren Haushaltsberatungen einen massiven Stellenabbau im Rathaus gefordert hat, melden sich die Verdi-Vertrauensleute der Verwaltung in einem offenen Brief an die WZ, den Bürgermeister und die FDP-Ratsfraktion zu Wort und kritisieren die Partei.

Die Liberalen hatten gefordert, sieben Stellen jährlich zu streichen

Die Liberalen mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Klaus Müller hatten angesichts der desolaten Haushaltssituation der Stadt gefordert, dass bis 2014 jährlich sieben Stellen in der Verwaltung abgebaut werden sollten. "Liest man das, packt einen als Mitarbeiter der Verwaltung die Wut, denkt man dann noch darüber nach, dass ein stellvertretender Bürgermeister solche Äußerungen in der Öffentlichkeit macht, ist man nur noch sprachlos", heißt es in dem Brief.

Die Kritik, dass sich die Mitarbeiter in der Personalabteilung nur um Urlaube und Weiterbildungsmaßnahmen kümmerten, sei völlig haltlos. Mit den Vorschlägen zum Personalabbau bräuchte die Stadt bald nur noch einen Beschäftigten, "der das Licht ausmacht".

Die Bücherei als ein wichtiges Bildungs- und Kulturangebot Mettmanns auf die Einnahmen und Personalkosten zu reduzieren, "zeigt eine Arroganz derer, denen es nicht weh tut, für ein Buch mal eben 25 Euro zu zahlen und die Unkenntnis des Engagements der Mitarbeiterinnen, Angebote für alle Generationen vorzuhalten", wettern die Gewerkschafter.

Gleiches gelte für den FDP-Vorschlag zur Musikschule, die hauptamtlichen Lehrer, wenn sie aus dem Dienst ausscheiden, nur noch durch Honorakräfte zu ersetzen. Dazu heißte es: "Was für ein Menschenbild und welche Werte werden hier vertreten? Kinder und Jugendliche brauchen eine Kontinuität bei den Lehrkräften, und eine gute Musikschule braucht Mitarbeiter, die in ihrer Arbeit mehr sehen als einen Honorarjob. tl

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