Kommunalwahl: Martina Köster-Flashar (42) tritt auch noch als unabhängige Kandidatin an.

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Martina Köster-Flashar will Bürgermeisterin werden. Sie hat am Montag ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht. (Archiv

Martina Köster-Flashar will Bürgermeisterin werden. Sie hat am Montag ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht. (Archiv

Simone Bahrmann

Martina Köster-Flashar will Bürgermeisterin werden. Sie hat am Montag ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht. (Archiv

Mettmann. Nachdem sie in ihrer Partei, Bündnis 90/Die Grünen, keine Mehrheit für eine Kandidatur zur Bürgermeisterin erzielt hat, wird Martina Köster-Flashar (42) als unabhängige Kandidatin bei der Kommunalwahl am 30. August antreten.

Am Montag hat sie nach WZ-Informationen ihre Bewerbung auf den "letzten Drücker" mit den notwendigen Unterstützungsunterschriften im Wahlamt eingereicht. Eine vierte Bewerbung wurde gestern im Rathaus bestätigt, es wurde aber noch kein Name genannt. Martina Köster-Flashar selbst war gestern telefonisch nicht zu erreichen.

Kommunalwahlausschuss muss noch über die Kandidaturen entscheiden

Nach Bernd Günther (CDU), Matthias Stascheit (SPD) und Thomas Dinkelmann (unabhängig) hat sich Martina Köster Flashar als vierte Bürgermeisterkandidatin beworben. Im Rathaus mussten die Unterstützungsunterschriften noch auf ihre Gültigkeit überprüft werden. Ihre Kandidatur muss im Kommunalwahlausschuss am 22. Juli wie auch alle anderen politischen Bewerbungen bestätigt werden.

Nils Lessing, Fraktionsvorsitzender der Ökopartei, nahm die Nachricht gelassen auf. "Es ist gut für die Demokratie, wenn es noch eine Kandidatin gibt." Allerdings sei sie keine Kandidatin der Grünen. Lessing: "Bislang unterstützen wir keinen der Bürgermeisterkandidaten." Ob sich daran mit Martina Köster-Flashar etwas ändern wird, "darüber werden wir heute Abend sprechen", sagte Lessing gestern.

Grünen-Ratsmitglied Horst Diekkämper war deutlicher. "Wir werden keinen Bürgermeisterkandidaten unterstützen. Wenn sie meint, das jetzt selbst machen zu müssen, können wir das nicht verhindern. Entweder wird sie Bürgermeisterin von Mettmann oder Bürgermeisterin von der Kirchendelle."

Nach dem Beschluss, dass die Schule Kirchendelle aufgegeben wird, sollen viele Eltern von Grundschülern an Martina Köster-Flashar herangetreten sein und sie zu einer Kandidatur bewegt haben. Eine Initiative der Frauen im grünen Ortsverein, eine Frau als Bürgermeisterkandidatin zu nominieren, hatte die Partei nicht mitgetragen.

Martina Köster-Flashar ist verheiratet, hat zwei Söhne und ist zurzeit nicht erwerbstätig. Für die Grünen steht sie (noch) auf Platz neun der Reserveliste.

Neben den vier Bürgermeisterkandidaten treten neben CDU, SPD, FDP Bündnis 90/Die Grünen und UBWG erstmals auch Die Linke an. Spitzenkandidat der Linken ist Eckhard Scholz. Am kommenden Mittwoch tagt um 17 Uhr der Kommunalwahlausschuss öffentlich. Dann müssen die Ausschussmitglieder über die Zulassung aller Bewerbungen entscheiden.

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