Dass am Samstag die deutsche Basketball-Nationmannschaft der Frauen das Spiel gegen die Belgierinnen 76:83 verlor, konnte die Stimmung nicht trüben.

Mehr als 400 Zuschauer verfolgten die spannende Begegnung zwischen der deutsche und der belgischen Basketball-Nationalmannschaft der Damen in der Sporthalle des Berufskollegs an der Flurstraße.
Mehr als 400 Zuschauer verfolgten die spannende Begegnung zwischen der deutsche und der belgischen Basketball-Nationalmannschaft der Damen in der Sporthalle des Berufskollegs an der Flurstraße.

Mehr als 400 Zuschauer verfolgten die spannende Begegnung zwischen der deutsche und der belgischen Basketball-Nationalmannschaft der Damen in der Sporthalle des Berufskollegs an der Flurstraße.

Simone Bahrmann

Mehr als 400 Zuschauer verfolgten die spannende Begegnung zwischen der deutsche und der belgischen Basketball-Nationalmannschaft der Damen in der Sporthalle des Berufskollegs an der Flurstraße.

Mettmann. Ein Basketball-Länderspiel in Mettmann? Dass wollen sich viele Sportfans nicht entgehen lassen und füllen bereits eine halbe Stunde vor dem Anpfiff des Spiels die Sporthalle des Berufskollegs am Samstagnachmittag. Die Vorfreude auf die nächsten zwei Stunden ist ihnen anzusehen. Viele tragen Deutschland-Shirts oder haben sich die Farben der deutschen Nationalflagge ins Gesicht gemalt.

Während die Vorfreude bei den Basketball-Fans steigt, machen sich die Damen-Nationalmannschaften Belgiens und Deutschlands warm. "Da hinten, die Ann Wauters von Belgien, ist eine echte Granate. Die hat lange in der WNBA gespielt und ist im Damen-Basketball ein echter Star", sagt Bert Majers. Der Niederländer ist eigens für das Spiel zwei Stunden angereist.

Mehr als zwei Tonnen Parkettboden waren verlegt worden

Unter anderem wegen Menschen wie Majers ist diese Veranstaltung für die Stadt so wichtig. Laszlo Kotai, zweiter Vorsitzender des Stadtsportverbandes, bestätigt: "Es ist wirklich toll, dass wir so etwas nach Mettmann holen konnten. Ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich diese fein rausgeputzte Halle so betrachte und sehe, wie sich zwei Weltklasse-Teams gegenüberstehen."

Mehr als zwei Tonnen feinster Parkettboden wurden in den vergangenen Tagen in der Halle verlegt, "ein Riesenaufwand", wie Kotai anmerkt. Sechs Mettmanner Vereine haben bei den harten Vorbereitungen tatkräftige Unterstützung geleistet, auch die Schulleiterin und Bürgermeister Bernd Günther waren schnell Feuer und Flamme: "Es ist ein regelrechtes Wir-Gefühl entstanden. Für uns alle ist es einfach wichtig zu zeigen, dass es in Mettmann durchaus möglich ist, eine solche Veranstaltung zu stemmen."

Finanziell hat es in jedem Fall gut geklappt. Mit zwölf Sponsoren und 200 verkauften Karten im Vorverkauf sind die Kosten von 10 000 Euro bereits gedeckt. Insgesamt kamen am Ende mehr als 400 Zuschauer in die nicht ganz ausverkaufte Halle.

Auch der Manager des deutschen Teams war zufrieden

Die Stimmung ließ sich nach der knappen 76:83-Niederlage für die deutsche Mannschaft keiner vermiesen. "Das Ergebnis war ohnehin sekundär, wichtig werden die EM-Qualifikations-Spiele ab dem 14.August", sagte meint Jochen Buschke, Teammanager der deutschen Damen-Nationalmannschaft. Auch für Laszlo Kotai, zweiter Vorsitzender des Stadtsportbundes war die Durchführung des Spiels wichtig. "Es hat alles super geklappt, die Stimmung unter den Anwesenden Zuschauern war gut und positiv."

Der Moderator Sascha Winkel heizte den Besuchern immer wieder ein, zwischendurch verteilte Maskottchen Siggi Geschenke an die Zuschauer. In der Halbzeit demonstrierten die U14-Mädchen einige Kunststücke. Unterstützt von Dauer-Trommeln und lauten Anfeuerungsrufen entwickelte sich ein echtes Heimspiel für die deutschen Damen. "Wir haben gezeigt, dass so etwas in Mettmann möglich ist. In Zukunft werden wir daher versuchen, weitere Kaliber dieser Größenordnung zu bekommen. Wann, wo und was ist aber noch offen." Jochen Buschke kann sich durchaus vorstellen wiederzukommen. "Konkret ist aber nichts", erklärt der Teammanager.

Und auch organisatorisch lief alles bestens. Jochen Buschke, Teammanager der Nationalmannschaft: "Für uns ist ein intensives Training ganz wichtig, das konnten wir hier ableisten. Auch die Unterkunft und die Halle sind sehr gut, von unserer Seite gibt es keinen Grund zur Klage."

Am meisten sind allerdings die Zuschauer begeistert. Andreas Wächter hofft auf einen positiven Effekt für den Basketball-Sport: "Dieses Spiel ist natürlich ein sportliches Highlight für Mettmann. Basketball ist hier ohnehin unterrepräsentiert, durch so ein Länderspiel kann die Wertschätzung sicherlich gesteigert werden."

Auch Dieter Böhlmann (74) strahlt: "Ich freue mich riesig. Ich habe mein ganzes Leben lang Basketball gespielt, und jetzt hier in meiner Stadt so ein tolles Länderspiel sehen zu können ist wirklich die Krönung. Ganz toll." Nicht nur er wünscht sich jetzt noch viele solcher Veranstaltungen in Mettmann.

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