Zum ersten Mal bietet der Verein Mettmann-Sport ein Feriencamp an. Angeleitet wird der Nachwuchs von Profis wie Andrej Kogut.

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„Achtung, fertig, los“: Der Nachwuchs ist im Feriencamp im „Herrenhaus“ mit einer Riesenbegeisterung bei der Sache. Richtig Spaß macht vor allem das Torewerfen.

„Achtung, fertig, los“: Der Nachwuchs ist im Feriencamp im „Herrenhaus“ mit einer Riesenbegeisterung bei der Sache. Richtig Spaß macht vor allem das Torewerfen.

Simone Bahrmann

„Achtung, fertig, los“: Der Nachwuchs ist im Feriencamp im „Herrenhaus“ mit einer Riesenbegeisterung bei der Sache. Richtig Spaß macht vor allem das Torewerfen.

Mettmann. "Auf mein Kommando: Eins, zwei, drei . . . und los." Andrej Kogut hat noch nicht ganz ausgesprochen, da zappeln die Bälle auch schon im Tornetz. "Juchhu", "Treffer", "Boah", tönt es aus etwa 20 Kehlen gleichzeitig.

Die Sechs- bis Neunjährigen, die unter den Fittichen des Junioren-Nationalspielers im "Herrenhaus" das Handball-ABC lernen, sind mit Feuereifer bei der Sache.

"Die müssen nicht extra motiviert werden", sagt Martina Kruse, die das Schauspiel vom Rand aus beobachtet. "Die sind hellauf begeistert. Zumal sie von einem solch prominenten Spieler angeleitet werden."

Noch bis Freitag nehmen insgesamt 60 Kinder am Handball-Feriencamp von Mettmann-Sport teil. "Ein super Ergebnis", freut sich die Jugendleiterin des Vereins. "Nach nur eineinhalb Wochen waren wir ausgebucht. Und das bei unserer Premiere."

"Das macht richtig Spaß", sagt die siebenjährige Leonie

In drei Gruppen unterteilt, wird der Nachwuchs - die ältesten Teilnehmer sind 14 Jahre - an den Handballsport herangeführt oder weiter ausgebildet. Und zwar von waschechten Profis.

Dauer: 14. bis 17. April in der Sporthalle an der Herrenhauser Straße - die Premiere von Mettmann-Sport. Es nehmen 60 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 14 Jahren teil. Trainings-Schwerpunkte: Technik-Schulung (Passen, Fangen, Dribbeln, Täuschen, Werfen), Athletik-Schulung, Angriffs- und Abwehrverhalten, spezielles Torhütertraining

Silke Meier (Nationalspielerin und Bundesliga-Spielerin von Bayer Leverkusen), Jens Sieberger (Europapokalsieger mit dem TV Niederwürzbach, Jugendkoordinator beim Noch-Zweitligisten HSG Düsseldorf), Andrej Kogut (Junioren-Nationalspieler der HSG Düsseldorf), Alex Oelze, Mathias Fuchs (beides Spieler des Zweitligisten Bergischer HC), Matthias Puhle (Spieler der HSG Düsseldorf), Ronny Rogawska (Co-Trainer HSG Düsseldorf), Philipp Pöter (noch Spieler der HSG Düsseldorf, künftig bei TuSEM Essen), Sascha Grünwald (Torwart beim Verbandsligisten DJK Unitas Haan)

WR Sport-Marketing: René Witte (Sportlicher Leiter des Regionalligisten TuSNiederwermelskirchen) und Erwin Reinacher (Spieler in Niederwermelskirchen)

Neben Kogut, der mit der HSG Düsseldorf zurzeit um den Aufstieg in die Bundesliga spielt, sind etwa die Nationalspielerin Silke Meier von Bayer Leverkusen oder der ehemalige Europapokalsieger Jens Sieberger eigens nach Mettmann gekommen.

"Das macht richtig Spaß", sagt die siebenjährige Leonie - da stört es auch nicht, dass sie sich gerade einen Finger umgeknickt hat. "Ich stand im Tor und wollte einen Ball fangen."

"Voll cool" findet das Ganze auch die neunjährige Jana - auch wenn sie sonst Karate macht. Schon ein alter Handball-Hase ist der gleichaltrige Paul. "Das ist toll mit Andrej", gesteht er. "Am besten finde ich das Abwehrtraining."

Der Startschuss für die Knirpse fällt morgens um 9 Uhr, dann gibt es Mittagessen, und danach geht es bis 16.30 Uhr weiter. Mit 89 Euro sind sie beziehungsweise ihre Eltern dabei.

"Die Kinder werden von uns rundum versorgt", sagt Martina Kruse. "Wobei wir beim Essen natürlich auf den Geschmack der Kinder achten." So gibt es Köstlichkeiten wie Spaghetti, oder es wird gegrillt. "Ein Dankeschön an die Metzgerei Spiecker, die uns täglich mit ihren Leckereien versorgt."

Dass Mettmann-Sport mit dem Camp den Nerv der Zeit getroffen hat, davon ist René Witte überzeugt. Der ehemalige Regionalliga-Torwart hat die Organisation der Handballtage übernommen und die Kontakte zu den Profis geknüpft.

"Unterm Strich profitieren alle: die Kinder, denen ein attraktives Ferienprogramm mit viel Spaß und Bewegung geboten wird, und der Verein, der seinen Nachwuchs zusätzlich fördert oder sogar neue Mitglieder gewinnt."

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