Art-Werk und Gesellschaft Verein planen eine Ausstellung in den Unternehmen. Noch stecken die Vorbereitungen in den Kinderschuhen, aber erste Ideen gibt es bereits.

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Die alte Burberg-Fabrik an der Breite Straße. Der Bauverein hat die Fabrik aufwändig restauriert.

Die alte Burberg-Fabrik an der Breite Straße. Der Bauverein hat die Fabrik aufwändig restauriert.

Die alte Kratzenfabrik Peter Wolters an der Düsseldorfer Straße. In das imposante Fabrikgebäude ist die Kreisverwaltung eingezogen.

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Die alte Burberg-Fabrik an der Breite Straße. Der Bauverein hat die Fabrik aufwändig restauriert.

Mettmann. Mettmann ist eine Stadt mit Industriegeschichte. Viele der bestehenden Firmen waren früher in Familienhand und haben eine mehr als 100-jährige Geschichte hinter sich. Andere Unternehmen haben bauliche Erinnerungen hinterlassen, wie die Brotfabrik Kircher oder die Immalin-Werke.

Alteingesessene wissen so manches über die lokale Industriekultur, aber längst nicht alles. Und wer neu zugezogen ist, muss dafür schon ins Stadtarchiv gehen.

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Die alte Burberg-Fabrik an der Breite Straße. Der Bauverein hat die Fabrik aufwändig restauriert.

Die alte Burberg-Fabrik an der Breite Straße. Der Bauverein hat die Fabrik aufwändig restauriert.

Die alte Kratzenfabrik Peter Wolters an der Düsseldorfer Straße. In das imposante Fabrikgebäude ist die Kreisverwaltung eingezogen.

Stadtarchiv, Bild 1 von 2

Die alte Kratzenfabrik Peter Wolters an der Düsseldorfer Straße. In das imposante Fabrikgebäude ist die Kreisverwaltung eingezogen.

Dabei gibt es durchaus Quellen, die angezapft werden könnten. Und genau das haben das Mettmanner Art-Werk und das Wirtschaftsforum des Gesellschaft Vereins vor.

Die Vorbereitungen sind gerade erst angelaufen

"Mettmanner Industriekultur - gestern, heute, morgen": So lautet das Motto der Ausstellung, die in einer Kooperation mit Mettmanner Unternehmen geplant ist. Noch stecken die Vorbereitungen in den Kinderschuhen, aber erste Ideen gibt es bereits. "Wir werden die etwa 100 der in Mettmann beheimateten Unternehmen ansprechen und hoffen, dass uns einige davon aktiv unterstützen", kündigt Wolfgang Robrahn an. Er hat gemeinsam mit Klaus Bartel in der Gesellschaft Verein zu Mettmann die Sache in die Hand genommen.

Die Idee stammt allerdings aus dem Art-Werk. Dort waren erste Gespräche mit der ehemaligen Stadtarchivarin Gudrun Wolfertz erfolgreich. Sie hat ihre Unterstützung bereits zugesagt. "Wir wollen aber nicht nur in die Vergangenheit schauen, sondern auch Zukunftsvisionen entwickeln", sagt Gabriele von Mauschwitz, Vorsitzende des Mettmanner Art-Werks.

"Made in ME" könnte das Motto für die Ausstellung lauten

In Mettmann gibt es nach Angaben der Stadt insgesamt 3942 Unternehmen mit rund 11750 sozialversichert Beschäftigten. Größter Arbeitegeber ist Georg Fischer (GF) mit rund 1100Beschäftigten.

Metallverarbeitung, Automobilindustrie, private und öffentliche Verwaltung, Handel, Dienstleistungen.

Konkret könnten sich die Initiatoren der Ausstellung vorstellen, an unterschiedlichen Orten allerlei Interessantes zur Mettmanner Industriekultur zusammenzutragen. Dabei sollen sich die Firmen auch selbst am eigenen Standort präsentieren.

"Für die Besucher könnten sich auf diese Weise auch schon einmal nette Gespräche mit dem Chef ergeben", glaubt Wolfgang Robrahn, der sich darüber hinaus eine separate Schau von in Mettmann hergestellten oder vertriebenen Produkten vorstellen kann. "Made in ME" könnte dafür das Motto lauten.

Geplant ist die Ausstellung mit dezentralen Standorten für den Herbst des kommenden Jahres. Es bleibt also noch genügend Zeit, um Ideen dafür zu sammeln oder sich sogar selbst einzubringen.

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