Beim Neujahrstreffen ging es auch um die Verkehrsberuhigung der Innenstadt.

Sprach beim Neujahrsempfang von Mettmann Impulse: Mettmanns Wirtschaftsförderer Wolfgang Karp.
Sprach beim Neujahrsempfang von Mettmann Impulse: Mettmanns Wirtschaftsförderer Wolfgang Karp.

Sprach beim Neujahrsempfang von Mettmann Impulse: Mettmanns Wirtschaftsförderer Wolfgang Karp.

Stefan Fries

Sprach beim Neujahrsempfang von Mettmann Impulse: Mettmanns Wirtschaftsförderer Wolfgang Karp.

Mettmann. Die bevorstehende Modernisierung des Hertie-Gebäudes, das Kö-Karree und die Verkehrssituation: Das waren die Themen, die am Sonntag beim Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft Mettmann Impulse für Gesprächsstoff sorgten.

Neu waren sie nicht, die Debatten um die dringend notwendige Belebung der Mettmanner Innenstadt. Dafür wurde aber umso deutlicher, dass es vor dem Hintergrund eines extrem hohen Einbruchs der städtischen Gewerbesteuereinnahmen eigentlich schon "fünf vor zwölf" ist.

"Wir dürfen uns nicht kaputt sparen."

Klaus Müller (FDP), stellvertretender Bürgermeister

"Die Stadt schlägt sich mit schweren finanziellen Problemen herum. Vermutlich haben die Verluste bei der Gewerbesteuer ihren Tiefpunkt noch gar nicht erreicht", konkretisierte der stellvertretende Bürgermeister Klaus Müller die dramatische Lage. Allerdings warnte er auch davor, den Gürtel jetzt zu eng zu schnallen. "Wir dürfen uns nicht kaputt sparen", so Müller.

Ein Sorgenkind der Stadt ist der Innovationspark

Auch Wolfgang Karp hatte nicht viele frohe Botschaften im Gepäck, als er vor den mehr als 70 anwesenden Mitgliedern der Werbegemeinschaft über die Probleme sprach, die ihn als Wirtschaftsförderer umtreiben. Vor allem der Innovationspark sei in den vergangenen Wochen zum Thema geworden. Dort sei man vor etlichen Jahren mit der Vorstellung an den Start gegangen, das Gewerbegebiet in kurzer Zeit vermarkten zu können. Ein Trugschluss, wie sich mittlerweile herausgestellt hat. Sechs Unternehmen konnten angesiedelt werden, etliche mussten aufgrund der im Bebauungsplan festgeschriebenen Einschränkungen abgewiesen werden. So sei beispielsweise die Ansiedlung von Einzelhandel ausgeschlossen, um die Innenstadt zu schützen. Lärmintensives Gewerbe komme wegen des angrenzenden Wohngebietes nicht infrage.

Angesprochen auf die Pläne zur Verkehrsberuhigung in der Innenstadt, gab Karp zu Bedenken: "Wir dürfen uns auch nicht zu Tode beruhigen. Wir müssen für ansiedlungswillige Unternehmen interessant bleiben."

Jenseits der offiziellen Statements sorgten unter anderem die Pläne Hans-Joachim Adelhöfers für Gesprächsstoff, der nicht nur die Mettmanner Einzelhändler kürzlich mit dem Kauf des Hoffstädter-Gebäudes am Jubiläumsplatz und seinen Plänen zur Zukunft der Stadthalle überrascht hatte. "Herr Adelhöfer bewegt sich zwischen Genie und Wahnsinn. Ich kann dass nicht wirklich ernst nehmen", rang sich Mettmann-Impulse-Chef Peter Ratajczak in Anbetracht der seiner Ansicht nach noch unausgereiften Pläne zu einer Stellungnahme durch.

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