Die IHK betont, dass die Kreisstadt ihr Potenzial nicht ausschöpfe.

Positiv in Mettmann sind die hohe Kaufkraft und die guten Verkehrsanbindungen. Bei den kommunalen Finanzen und auch bei der Wirtschaft fällt die Kreisstadt im Vergleich zu anderen Städten aber zurück. „Mettmann könnte mehr aus sich machen und schöpft sein Potenzial nicht aus“, sagt IHK-Geschäftsführer Ulrich Biedendorf.

Die Stadtentwicklung gehe nicht in dem Tempo voran, das möglich wäre. So ist die neue Königshof-Galerie auch zwei Jahre nach ihrer Eröffnung immer noch zu isoliert von der Alt- und Oberstadt. Biedenhof hat zudem noch einen Schwachpunkt der Kreisstadt gefunden: die zu schwache Vermarktung von Gewerbeflächen.

Bestes Standortargument für Mettmann sind laut IHK die Verkehrsanbindungen. Autobahnen sind in der Nähe und auch passabel zu erreichen. Die mittlere Fahrtzeit zu den internationalen Flughäfen ist sehr niedrig.

Die hohe Kaufkraft der Einwohner kann der lokale Einzelhandel zwar immer noch nicht vollständig abschöpfen, aber immerhin liegt der Einzelhandelsumsatz je Einwohner inzwischen im Bundesdurchschnitt. Zu viele fahren lieber nach Düsseldorf und kaufen dort ein. Ein altbekanntes Problem Mettmanns.

Grund für das schlechtere Ergebnis bei den kommunalen Finanzen sind die Hebesatzerhöhungen bei Gewerbesteuer und Grundsteuer B im vergangenen Jahr. Die Steuereinnahmekraft ist auch in Mettmann gestiegen, wie in fast allen Mittelstädten während der vergangenen vier Jahre. Es gibt aber Städte mit einer deutlich größeren Zunahme.

In Mettmann ist die Einwohnerzahl zurückgegangen. Das war vier Jahre zuvor noch anders. Auch die Bevölkerungsprognose hat sich für Mettmann verschlechtert.

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