Die FDP kritisiert, dass interessierte Firmen abgewiesen wurden.

Ein Werbeschild auf dem unbebauten Acker: So hatte sich die Stadt Mettmann den Innovationspark sicher nicht vorgestellt.
Ein Werbeschild auf dem unbebauten Acker: So hatte sich die Stadt Mettmann den Innovationspark sicher nicht vorgestellt.

Ein Werbeschild auf dem unbebauten Acker: So hatte sich die Stadt Mettmann den Innovationspark sicher nicht vorgestellt.

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Ein Werbeschild auf dem unbebauten Acker: So hatte sich die Stadt Mettmann den Innovationspark sicher nicht vorgestellt.

Mettmann. Die FDP fordert eine Änderung des Bebauungsplans für den Innovationspark Mettmann-West. Die Liberalen wollen einen Beschlussvorlag in den Rat einbringen, mit dem der Bebauungsplan für den Innovationspark geändert werden soll, damit ansiedlungswillige Unternehmen die Möglichkeit erhalten, sich dort niederzulassen.

2004 hatte Bürgermeister Bodo Nowodworksi zum ersten Spatenstich für das 70000Quadratmeter große Wohnbaugebiet "Gut Karpendelle" und den angrenzenden 120000 Quadratmeter großen Innovationspark Mettmann-West eingeladen. Während das Neubaugebiet zugebaut ist, kann man die Unternehmen, die sich auf dem ehemaligen Acker angesiedelt haben, an einer Hand abzählen.

Ein Fahrradhändler ist nach Wuppertal ausgewichen

Dort sollte ein Feld für innovative Unternehmen entstehen, hofften Verwaltung und Politik auf neue Betriebe, neue Arbeitsplätze und höhere Gewerbesteuereinnahmen.

Dagegen wurden andere, die gerne gekommen wären, zurückgewiesen. Deshalb verkauft der Mettmanner Axel Franz seine Fahrräder nicht mehr in Mettmann, sondern in Wuppertal. Sein Plan, ein neues, großes Geschäft im Innovationspark zu bauen, wurde abgelehnt. Einzelhandel sei dort nicht zulässig, bekam er im Rathaus zu hören.

Zwei Autohäuser, das Restaurant Pizzaleum, ein Unternehmen aus Düsseldorf, ein Bürohaus sowie Elektro Dumschat - mehr gibt’s nicht im Innovationspark.

Als Erfolg für Mettmann und das Gewerbegebiet wurde die Ansiedlung der privaten Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) gefeiert. Stadt und Politik hoffen, dass die Managerschmiede ein Impulsgeber für Unternehmen ist. Sichtbare Erfolge gibt es bislang allerdings nicht.

"Uns ist bekannt geworden", führen die Liberalen in ihrem Antrag aus, "dass es in der Vergangenheit mehrere Interessenten für den Innovationspark gegeben hat, die aber aufgrund der restriktiven Bestimmungen des Bebauungsplans nicht zum Zuge gekommen sind." Deshalb müsse der Bebauungsplan so geändert werden, dass das Gelände mittelfristig vermarktet werden könne, fordert die FDP.

Im WZ-Gespräch hatte Bürgermeister Bernd Günther (CDU) unlängst gesagt: "Ich will die Schilder, auf denen Innovationspark steht, nicht mehr länger lesen müssen."

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