Für Sanierungen würden rund 2,5 Millionen Euro benötigt. Zur Verfügung stehen insgesamt aber nur 600.000 Euro.

Die Lutterbecker Straße gehört zu den Sanierungsprojekten, die in diesem Jahr auf der Prioritätenliste weit oben stehen.
Die Lutterbecker Straße gehört zu den Sanierungsprojekten, die in diesem Jahr auf der Prioritätenliste weit oben stehen.

Die Lutterbecker Straße gehört zu den Sanierungsprojekten, die in diesem Jahr auf der Prioritätenliste weit oben stehen.

Simone Bahrmann

Die Lutterbecker Straße gehört zu den Sanierungsprojekten, die in diesem Jahr auf der Prioritätenliste weit oben stehen.

Mettmann. Wunsch und Wirklichkeit: Im echten Leben klafft dazwischen oft genug ein nicht zu überwindender Graben. So wie in der Stadt Mettmann, deren rund 250 Kilometer Straßen - mal mehr, mal weniger - von Löchern, Rissen und Spalten durchzogen sind.

Waren einige schon länger in einem alles andere als guten Zustand, taten Eis, Schnee und die frostigen Temperaturen der vergangenen Wochen ein Übriges, um ihn weiter zu verschlimmern.

Unter dem Strich wären in diesem Jahr wünschenswerte 2,5 Millionen Euro nötig, um die Straßen mit zum Teil dringend benötigten neuen Fahrbahndecken auszustatten. Diesen Betrag jedenfalls nannte Ludger Steffen, der städtische Experte für Verkehrsinfrastruktur.

Doch in der Realität stehen dem Tiefbauamt gerade mal 300.000 Euro für derartige Sanierungen zur Verfügung. Weitere 300.000 Euro gibt es für die reine Straßenunterhaltung - zum Beispiel fürs Flicken und Ausbessern der ärgsten Schlaglöcher. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft auf Mettmanns Straßen also eine Lücke von fast zwei Millionen Euro.

Noch stehen Fragezeichen hinter den Maßnahmen

Dementsprechend ist das, was in diesem Jahr umgesetzt wird, durchweg mit einem Fragezeichen versehen. "Richtig nötig hätten es einige Straßen", sagt Ludger Steffen und nennt an erster Stelle die Lutterbecker Straße. "Diese Maßnahme schieben wir schon länger vor uns her. Allein dort kämen wir wohl auf Kosten von rund 390.000 Euro."

Um die Sanierung nicht nur einer Straße stemmen zu können, setzt das Tiefbauamt auf die Bereitstellung außerplanmäßiger Finanzmittel. "Egal, wo wir in diesem Jahr den Hebel sonst ansetzen - an anderer Stelle müssen dafür dringende Arbeiten wieder verschoben werden", sagt der Verkehrsinfrastruktur-Experte Ludger Steffen. Allerdings hofft er auf die Bundesregierung, die im Rahmen ihres Konjunkturpakets auch Hilfen für die Kommunen angekündigt hat. Die Stadt muss diese Mittel allerdings beantragen.

Nicht minder akut ist aus Sicht des Experten die Sanierung der Neanderstraße am Beginn der Fußgängerzone. Auch dort veranschlagt er 390.000 Euro. "Aber beides geht nicht", muss Steffen nicht lange nachrechnen.

"Zumindest nicht, wenn das Sanierungsprogramm durchgezogen wird, das die Straßen eigentlich nötig hätten." Und dabei gebe es im Stadtgebiet noch zahlreiche weitere Kilometer, die geflickt, ausgebessert oder sogar komplett erneuert werden müssten.

Die Peckhauser Straße brennt schon länger unter den Nägeln

Die Palette reicht von den aktuellen Frostschäden auf der Nordstraße (rund 30.000 Euro) bis zur Peckhauser Straße, "die uns ebenfalls schon seit geraumer Zeit unter den Nägeln brennt". Natürlich könne dort weiterhin so verfahren werden, dass die Risse und Löcher gestopft werden und die "große Maßnahme" noch aufgeschoben wird, "aber besser wird es dadurch auch nicht".

In Kürze definitiv in Angriff genommen wird die Erneuerung der Florastraße. Zwar schlagen die Arbeiten ebenfalls mit etwa 220.000 Euro zu Buche, aber der Betrag steht noch aus dem vergangenen Haushaltsjahr zur Verfügung. Steffen: "Wir haben erst die Kanalarbeiten dort abwarten müssen. Daher ging die Ausschreibung zwar erst im Dezember raus, aber dafür haben wir ein recht kostengünstiges Angebot eingeholt."

Im März soll es dort losgehen. Dann werden auf einer Länge von rund 300 Metern die Fahrbahn und der Unterbau erneuert. Erst auf der einen Straßenseite, danach auf der anderen. Auto- und Fußgängerverkehr werden entsprechend umgeleitet.

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