Beratung: Die Liberalen wollen die „Laubfrosch-Oper“ quaken lassen und in ein Bürgerzentrum umwandeln.

Obwohl sie eine grüne Fassade hat, gleicht die Stadthalle mehr einer grauen Maus – zumindest was das kulturelle Angebot in der „Laubfrosch-Oper“ angeht.   (Archiv
Obwohl sie eine grüne Fassade hat, gleicht die Stadthalle mehr einer grauen Maus – zumindest was das kulturelle Angebot in der „Laubfrosch-Oper“ angeht. (Archiv

Obwohl sie eine grüne Fassade hat, gleicht die Stadthalle mehr einer grauen Maus – zumindest was das kulturelle Angebot in der „Laubfrosch-Oper“ angeht. (Archiv

Simone Bahrmann

Obwohl sie eine grüne Fassade hat, gleicht die Stadthalle mehr einer grauen Maus – zumindest was das kulturelle Angebot in der „Laubfrosch-Oper“ angeht. (Archiv

Mettmann. Die Liberalen haben plötzlich ihre Liebe zur Neandertalhalle entdeckt. "Da der von uns lange geforderte Abriss politisch nicht durchsetzbar ist, muss die Stadthalle mit Leben gefüllt werden", sagte gestern Klaus Müller, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP. Mit dieser Forderung ist die Partei aus ihrer zweitägigen Beratung zum Haushaltsplanentwurf2009 gekommen.

Die Verwaltung soll ein Konzept für die Neandertalhalle vorlegen

Während das Hauptargument der Freien Demokraten gegen einen weiteren Stadthallenbetrieb bisher die hohen, jährlichen Unterhaltungskosten von weit über 100000 Euro waren, soll die giftgrüne "Laubfrosch-Oper" nun richtig quaken. Müller: "Wir wollen, dass die Stadthalle wieder richtig ausgelastet ist. Es kann doch nicht sein, dass inzwischen fast alle Veranstaltungen der Vereine im Hotel durchgeführt werden."

Die totgesagte Halle sollte deshalb in ein Bürgerzentrum umgewandelt werden. Müller: "Die Verwaltung muss dafür ein bürgernahes Konzept vorlegen. Denn so, wie die Stadthalle zurzeit betrieben wird, geht es nicht weiter." Dazu gehört für die FDP auch, dass dort Vereine und auch Bürger Versammlungen und Feiern durchführen können. Kulturamtsleiterin Marion Buschmann habe gegenüber der FDP erklärt, dass ein Konzept auch ohne großen finanziellen Aufwand umgesetzt werden könnte. Für kleinere Veranstaltungen könne beispielsweise das Foyer mit Trennwänden umgestaltet werden.

Die jahrelange Suche nach einem Pächter für die Stadthalle blieb ohne Erfolg. Die Vermietung der Halle an Jana Zviaghin, Inhaberin der Kulturagentur "arto funkcio", scheint gescheitert. Ein Vertrag wurde nie unterzeichnet.

Andrea Metz: "In anderen Städten ist in den Stadthallen viel mehr los"

"In anderen Städten ist in den Stadthallen viel mehr los als in Mettmann. Da braucht man nur nach Erkrath oder Wülfrath schauen", sagt FDP-Parteichefin Andrea Metz, "dort ist kulturell mehr los. Und dass Besucher des Neujahrskonzerts nach der Veranstaltung nicht mehr beisammenstehen und etwas trinken konnten, "geht überhaupt nicht", meint Müller.

Das Bistro in der Neandertalhalle öffnet in Kürze wieder, hat gestern das Kulturamt mitgeteilt. Frühstücksangebote, Mittagstisch, ein reichhaltiges Abendangebot - zum Teil mit Eventgastronomie (Krimidinner, Leichenschmaus mit Humor) - sind geplant. Es soll ein Bistro für alle Altersklassen und für jedes Portemonnaie werden.

Bargeldloses Zahlen im Bürgerbüro sowie eine bessere Pflege der Sportstätten sind weitere Punkte, die Mettmanns Liberale umgesetzt sehen wollen. "Dass im Haushaltsplan die ersten Baumaßnahmen für das Funktionsgebäude am HHG-Sportplatz sowie die Lärmschutzwand und Parkplätze berücksichtigt sind, begrüßen die Liberalen.

Außerdem spricht sich die FDP dafür aus, dass der städtische Baubetriebshof und der Kreisbauhof zusammengelegt werden, um Kosten zu sparen. Das Königshof-Karree, mehr Sauberkeit in der Stadt sowie eine Belebung der Oberstadt mit einem attraktiveren Samstagsmarkt rund um St. Lambertus stehen auf der Wunschliste der FDP.

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