HHG: Marcel Witeczek und Michael Klinkert trainieren mit Schülerinnen.

Michael Klinkert und Marcel Witeczek (r.) haben nichts verlernt und halten den Ball hoch.
Michael Klinkert und Marcel Witeczek (r.) haben nichts verlernt und halten den Ball hoch.

Michael Klinkert und Marcel Witeczek (r.) haben nichts verlernt und halten den Ball hoch.

Stefan Fries

Michael Klinkert und Marcel Witeczek (r.) haben nichts verlernt und halten den Ball hoch.

Mettmann. Sie wollen kicken wie die Profis. Beinahe zumindest, deshalb gab’s am vergangenen Montag am Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) eine Nachhilfestunde für die Mädchen des Fußballkurses.

Die beiden ehemaligen Bundesligaspieler Michael Klinkert und Marcel Witiczek hatten sich noch mal ihren Trainingsanzug angezogen, um den Nachwuchsfußballerinnen das Einmaleins beim Kampf ums runde Leder beizubringen. "Mädchen haben beim Fußball schon lange keine Berührungsängste mehr. Sie hören besser zu als Jungs und setzen die Tipps konzentrierter um", sagt Michael Klinkert.

Die Oberstufenschülerinnen wollten unbedingt Fußball spielen

Das sieht übrigens auch Sportlehrer Klaus Düren so, der mit Begeisterung von seinen Fußball-Mädels spricht. Dass es überhaupt einen Frauen-Fußballkurs im HHG-Sportangebot für die Oberstufe gibt, haben die Mädchen ihrer eigenen Initiative zu verdanken. Sie haben die Sache einfach nämlich selbst in die Hand genommen. "Wir wollten einfach mal unter uns sein. Die Jungs meinen immer direkt, sie müssten ein großes Turnier starten", sagt Lisa Gust (19).

Das sieht auch Sonja Hillar so: "Die Jungs machen das doch, um sich zu beweisen. Im letzten gemischten Kurs hatten 15 Mädchen Angst vor fünf Jungen", erinnert sich die Schülerin. Da werde schon mal eher nach dem Ball getreten oder mit Körpereinsatz gekämpft. "Wir haben jetzt richtig viel Spaß", sind sich die Freundinnen einig.

Und irgendwie scheint das Thema Fußball auch ansonsten mehr in den Fokus zu rücken. "Wir waren am Wochenende alle zusammen beim Spiel von Fortuna Düsseldorf und schauen auch schon mal das eine oder andere Spiel im Fernsehen", erzählt Lisa Gust. Dass sie mit den Profis trainieren konnten, verdanken die 22HHG-Fußballerinnen der Bewerbung ihrer Schule beim AOK-Projekt "Fit durch die Schule".

Die Initiative passte offenbar gut zum Schulmotto "Gesunde und bewegte Schule". Insgesamt 3500Euro stellte die AOK deshalb für den Schulsport am HHG bereit. Dort gibt es übrigens seit zwei Jahren auch die SportPlus-Klasse, in der in Kooperation mit dem Verein Mettmann-Sport zusätzlicher Sportunterricht angeboten wird.

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