Die Arbeiten an der Lutterbecker Straße dauern länger als geplant. Die Kosten für die Erneuerung betragen mehr als 100.000 Euro.

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Ludger Steffen und Kurt Werner Geschorec (v.l.) aus der Tiefbauverwaltung informieren sich über die Arbeiten an der Lutterbecker Straße.

Ludger Steffen und Kurt Werner Geschorec (v.l.) aus der Tiefbauverwaltung informieren sich über die Arbeiten an der Lutterbecker Straße.

Stefan Fries

Ludger Steffen und Kurt Werner Geschorec (v.l.) aus der Tiefbauverwaltung informieren sich über die Arbeiten an der Lutterbecker Straße.

Mettmann. Fleckige Stahlplatten verdecken die Löcher über den Hausanschlüssen. Ein grober Mix aus Kies, Lehm und Sand macht die Fahrbahn halbwegs befahrbar. Auf dem Kopf eines abgelegten Presslufthammers sammelt sich der Regen. An den rot-weißen Absperr-Baken fallen Tropfen auf den brüchigen Asphalt.

Seit Anfang der Sommerferien lässt die Stadt die obere Lutterbecker Straße grundsanieren. Mit dem erhofften Abschluss zum Ferienende wird es nichts. "Das geht wohl zwei, drei Wochen länger", räumt Ludger Steffen von der Abteilung Verkehr im Rathaus ein. Mit Fachbereichsleiter Kurt Werner Geschorec erläutert er die Arbeiten vor Ort.

"Die Straße ist einfach hin."

Kurt Werner Geschorec, Fachbereichsleiter Tiefbauamt

Es sind Tage wie Mittwoch, die Ursache für die Verzögerung sind. "Bei diesem Wetter kann das RWE nicht richtig arbeiten", weiß Geschorec. Ursprünglich wollte der Energieversorger nur zwei, drei Hausanschlüsse auf dem rund 100 Meter langen Teilstück der Lutterbecker Straße erneuern.

"Jetzt wird die gesamte Verkabelung erneuert. Und das hat uns im Zeitplan zurückgeworfen", so der Fachbereichsleiter. Auch die Rhenag tausch einige Hausanschlüsse aus. "Sind diese Unternehmen fertig, können wir die Straße wiederherstellen", merkt Steffen an.

Aus dem Jahr 2002 stammen die Pläne, die Lutterbecker Straße neu zu gestalten. Seinerzeit spekulierte Mettmann auf Zuschüsse vom Land. Da die Kreisstadt aber den Eigenanteil hätte nicht stemmen können, verschwanden die Pläne - unter anderem für einen Platz zwischen Oberstraße und Lutterbecker Straße - in der Schublade. Teile davon haben Ges+chorec und Team jetzt wieder rausgeholt. Denn: "Die Straße ist einfach hin."

Nach dem Kommunalen Abgabegesetz (KAG) sollen die Bürger bei Straßenneubauten an den Kosten beteiligt werden. Darunter würden auch Sanierungen wie an der Lutterbecker Straße fallen, weil die Fahrbahn von Grund auf erneuert wird. Bis zu 50 Prozent der Kosten könnten auf die Anlieger umgelegt werden. "Das gibt die aktuelle Satzung aber nicht her", so Fachbereichsleiter Kurt Werner Geschorec.

Im Herbst werde die Verwaltung dem Bauausschuss einen neuen Satzungsentwurf vorlegen, der die Beteiligung der Bürger an Straßensanierungen regeln soll.

Wellig und rissig die Fahrbahn, uneben auch der Bürgersteig, aus dem einige Kellerschächte herausragen: "Wir konnten jetzt nicht mehr mit einer Instandsetzung warten", stellt der Fachbereichsleiter fest. Und so wird die Straße zwischen Eich- und Adlerstraße verkehrsberuhigt ausgebaut.

Mit Betonsteinplaster wird sie verkehrsberuhigt auf einem Höhenniveau ausgebaut. Die Parkplätze werden die Straßenseite wechseln. "Zwei Stellplätze fallen weg", so Steffen. Dafür entstehen zur Aufwertung des Straßenzugs vier Beeten mit Bäumen. Rund 100 bis 150.000 Euro investiert die Stadt. Die Bürger müssen nichts beisteuern.

Für den Fachbereich ist das Vorhaben eine durchaus erfreuliche Maßnahmen, "weil wir mal wieder etwas bauen und gestalten können", wie es Steffen mit einem Lächeln sagt. In der Tat komme angesichts der schlechten Haushaltslage das Gestalten in seinem Fachbereich zu kurz, muss Geschorec beipflichten.

Die Grundsanierung der Lutterbecker Straße wird vorerst ein Einzelfall bleiben, auch wenn andere Straßen ebenfalls bald Sanierungsfälle sein dürften. "Als nächstes Straßenprojekt steht der Weg Am Königshof an. Der wird neu gestaltet, wenn die Einkaufszentren fertig gestellt sind", so Geschorec.

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