Die Christdemokraten hatten am Sonntag zum Neujahrsempfang ins Treff Hansa Hotel eingeladen. Bürgermeisterkandidat Bernd Günther zeigte auf, was er alles erledigen will.

Bernd Günther (l.), der Bürgermeisterkandidat der CDU, begrüßt mit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Ute Stöcker und dem Stadtverbandsvorsitzenden Christian Caspar die Sternsinger aus der Pfarre Heilige Familie.
Bernd Günther (l.), der Bürgermeisterkandidat der CDU, begrüßt mit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Ute Stöcker und dem Stadtverbandsvorsitzenden Christian Caspar die Sternsinger aus der Pfarre Heilige Familie.

Bernd Günther (l.), der Bürgermeisterkandidat der CDU, begrüßt mit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Ute Stöcker und dem Stadtverbandsvorsitzenden Christian Caspar die Sternsinger aus der Pfarre Heilige Familie.

Simone Bahrmann

Bernd Günther (l.), der Bürgermeisterkandidat der CDU, begrüßt mit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Ute Stöcker und dem Stadtverbandsvorsitzenden Christian Caspar die Sternsinger aus der Pfarre Heilige Familie.

Mettmann. Ein Mann hat sich am Sonntag in ganz besonderer Weise auf dem Neujahrsempfang der CDU verdient gemacht. Ratsmitglied und Landtagsabgeordneter Marc Ratajczak verkabelte nicht nur Bürgermeisterkandidat Bernd Günther vor seiner Rede, er schleppte auch noch Stühle in den Veranstaltungsraum im Treff Hansa Hotel. Denn ansonsten hätten viele Besucher den vielen Reden auf das alte und neue Jahr im Stehen zuhören müssen.

Stadtverbandsvorsitzender Christian Caspar zeigte sich im Wahljahr 2009 wenig kämpferisch in seiner Begrüßung. Er erwähnte mit keinem Wort die Vereinbarung, die er mit der FDP getroffenen hat. Die Liberalen stellen keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten auf und unterstützen den CDU-Kandidaten Bernd Günther. Dafür hat die CDU den Liberalen versprochen, dass sie das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters bekommen, wenn Günther Verwaltungschef wird und die CDU stärkste Fraktion im Rat bleibt.

"Wir dürfen der nachfolgenden Generation nicht die Sicht auf ihre eigene Zukunft mit einem Berg von Schulden versperren."

Bernd Günther, CDU-Bürgermeisterkandidat

Wesentlich schwungvoller kam da Landrat Thomas Hendele daher, der mit dem Rückenwind von 98 Prozent bei seiner erneuten Nominierung zum Landratskandidaten nur so vor Selbstbewusstsein strotzte. "Wir werden die Rathäuser wieder erobern - auch in Mettmann. Ich freue mich auf den Wahlkampf zusammen mit Bernd Günther", sagte der Landrat.

Bürgermeister Bodo Nowodworski verfolgte alles mit der Gelassenheit des Parteilosen und dem Wissen, dass für ihn im Oktober das Kapitel Bürgermeister enden wird. Er wünschte dem neuen Rat Übersicht, Mut und Entschlossenheit.

Keine Staus auf der Johannes-Flintrop Straße. Ruhe in der Innenstadt rund um den Jubiläumsplatz. Kein Autolärm, keine stinkenden Abgase. Auf der Poststraße und und der Königshofstraße flanieren Menschen auf sauberen Straßen an Geschäften vorbei. Mettmanner Zukunftsmusik. Bernd Günther nahm zu Beginn seiner programmatischen Rede mit dem Arbeitstitel "Mettmann - Ziele und Herausforderungen" Parteifreunde und Gäste mit auf seine Zukunftsreise.

Doch Neues zeigte Günther in seiner Rede nicht auf. Mit der Verkehrsberuhigung der Innenstadt durch die Osttangente und Seibelquerspange, dem Bau des Königshof-Karrees und des neuen Sportzentrums in Metzkausen setzt er auf Projekte, deren Umsetzungen teils schon angelaufen sind. Wie auch das Versprechen, mehr in die Betreuung von Kindern in Kindergärten und Schulen sowie in die Sanierung städtischer Gebäude und Straßen zu investieren.

Auch seine Forderungen nach mehr Parkplätzen in der Innenstadt und einem Parkleitsystem, sind Ideen, die von der CDU schon vor Jahren thematisiert worden. Für Jugendliche fordert Günther in allen Stadtteilen altersgerechte Aufenthaltsmöglichkeiten, um sie von der Straße zu bekommen.

Zur Chefsache will er die Wirtschaftsförderung machen, will neue Unternehmen und damit Gewerbesteuer in die Stadt holen. Angesichts eines Haushaltsdefizits von 11,8 Millionen Euro müssten, so Günther, mehr Anstrengungen zur Entschuldung der Stadt unternommen werden. "Wir dürfen der nachfolgenden Generation nicht die Sicht auf ihre eigene Zukunft mit einem Berg von Schulden versperren", mahnte er.

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