Aule Mettmanner und Bürgervereine fordern in einem offenen Brief: Die Politik muss die Stadt schnell voranbringen.

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Die Straße am Königshof: Rechts soll einmal das Kö-Karree entstehen. Dafür musste vor mehr als zwei Jahren die rund 200 Jahre alte Blutbuche weichen. Passiert ist aber noch nichts. (Archiv

Die Straße am Königshof: Rechts soll einmal das Kö-Karree entstehen. Dafür musste vor mehr als zwei Jahren die rund 200 Jahre alte Blutbuche weichen. Passiert ist aber noch nichts. (Archiv

Dirk Thomé

Die Straße am Königshof: Rechts soll einmal das Kö-Karree entstehen. Dafür musste vor mehr als zwei Jahren die rund 200 Jahre alte Blutbuche weichen. Passiert ist aber noch nichts. (Archiv

Mettmann. "Da passiert doch sowie so nichts mehr." Viele Mettmanner winken ab, glauben nicht, dass sich in der Stadt sobald etwas ändern wird. Die Autos rollen weiter durch die Stadt, die Hertie-Immobilie steht weiter leer, und auch an das neue Sportzentrum in Metzkausen haben viele Bürger den Glauben verloren, ist überall zu hören.

"Es muss sich was tun in Mettmann!" Mit diesem Appell wenden sich das Mettmanner Bürgerforum, die Bürger- und Heimatvereinigung Aule Mettmanner sowie die Bürgervereine Metzkausen und Obschwarzbach an Bürgermeister Bernd Günther und fordern ihn zum schnellen Handeln auf.

"Es muss sich was tun in Mettmann!"

Appell der Vereine an Bürgermeister Bernd Günther

Wirtschaftsförderung und die Vermarktung der Hertie-Immobilie seien erwartungsgemäß schwierige Angelegenheiten. Deshalb müsse die Stadt alles unternehmen, um die Standortfaktoren optimal zur Geltung zu bringen. "Da gibt es dringend Nachholbedarf", heißt es in dem offenen Brief, der auch an die Ratsfraktionen abgeschickt wurde.

Trotz leerer Kassen könne und müsse über intelligente Ideen und Lösungen für Mettmann nachgedacht werden. Die vier Bürgervereine bieten an, Politik und Verwaltung bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Leitidee für Mettmann

Die Entwicklung einer Leitidee für Mettmann sehen die Vereine als eine erste, ganz wichtige Aufgabe an. Die Stärken der Stadt, die Nähe zum Neandertal, der Grüngürtel, aber auch die günstige Verkehrslage müssten unter einer gemeinsamen Überschrift zu einem Aushängeschild miteinander verbunden werden, fordern die Bürgervereine.

Verkehrsplanung

Die Verkehrsplanung für die Innenstadt, so lautet eine weitere Forderung, müsse weiter entwickelt werden. Die Straßen Am Königshof, der Platz zwischen dem geplanten Kö-Karree und der Kö-Galerie, die Breite- sowie die untere Johannes-Flintrop- und Poststraße sowie der Jubiläumsplatz müssten für die Zeit überplant werden, wenn die Entlastungsstraßen, die Osttangente und die Seibelquerspange, gebaut sind.

Gestaltungssatzung

Bauliche Veränderungen in der Innenstadt müssten sich an der Gestaltungssatzung der Stadt orientieren. Das sollte auch für diejenigen Bereiche gelten, die noch nicht in dieser Satzung enthalten sind.

Die Aulen Mettmanner haben sowohl den Mettmanner Bauverein als künftigen Bauherrn des Kö-Karree als auch den Investor der Hertie-Immobilie, Phoenix development, aufgefordert, bei der Gestaltung der Fassaden "den bergischen und historischen Charakter unserer Stadt" zu berücksichtigen.

"Die Bürger erwarten von Politik und Verwaltung, dass dieser Appell zügig aufgegriffen wird. Eine zielstrebige Kommunikation und schnelle Mehrheitsbildung innerhalb aller Interessensgruppen der Stadt wird auch Investoren positiv beeindrucken", heißt es abschließend in dem Brief.

Peter Feyen, Vorsitzender des Bürgerforums: "Wir würden uns freuen, wenn sich der Bürgermeister bald für die angesprochenen Punkte - auch für die Bürger spürbar - einsetzen würde."

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