Der gebürtigen Iranerin Mahssa Askari gelingt es, ihre kulturellen Wurzeln mit bunten Szenen zu verbinden. Sie malt verschleierte Frauen mit gleicher innerer Kraft, wie sie die eigenen Urlaubsreisen mit der Kamera festhält, um sie später auf der Leinwand abzubilden.

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Mahssa Askari stellt ihre Bilder im Kunsthaus an der Lohkirche aus. Sie zeigen Szenen aus Split, Amsterdam und dem islamischen Leben.

Mahssa Askari stellt ihre Bilder im Kunsthaus an der Lohkirche aus. Sie zeigen Szenen aus Split, Amsterdam und dem islamischen Leben.

Stefan Fries

Mahssa Askari stellt ihre Bilder im Kunsthaus an der Lohkirche aus. Sie zeigen Szenen aus Split, Amsterdam und dem islamischen Leben.

Mettmann. Sich nicht festlegen wollen und in keine Schublade gesteckt werden: Das ist Mahssa Askari, die derzeit ihre Werke im Kunsthaus an der Lohstraße zeigt, ganz besonders wichtig. Dabei leugnet die gebürtige Iranerin keinesfalls ihre kulturellen Wurzeln.

Sie malt verschleierte Frauen mit gleicher innerer Kraft, wie sie die eigenen Urlaubsreisen mit der Kamera festhält, um sie später auf der Leinwand abzubilden.

Hier die religiöse Tiefe einer islamischen Kultur, dort die oberflächliche Leichtigkeit einer Urlaubsszenerie - Mahssa Askari gelingt die Gradwanderung zwischen zwei Welten durch die Kunst. Allerdings macht sie nicht beides gleichzeitig, sondern nacheinander zum Thema ihrer kreativen Auseinandersetzung. "Ich suche mir immer wieder neue Motive", spricht sie selbst über ihre Motivation.

Auf den im Kunsthaus präsentierten Werken hat Mahssa Askari unter anderem eine Urlaubsreise ins kroatische Split mit beeindruckenden Farben festgehalten. Dabei scheut sie sich nicht, die Situation zu verfremden und den Bildern neue Protagonisten hinzuzufügen.

"Der Mensch ist für mich nicht das Individuum, sondern ein Teil der Komposition", sagt die Künstlerin. Ihre Collagen setzt sie zusammen, bevor sie den Pinsel zur Hand nimmt. Sich dabei alle Freiheiten nehmen, nicht verkrampft über die Motive nachdenken und die Kreativität einfach fließen lassen: Das sind die Elemente, die die Kunst der 29-jährigen Iranerin prägen.

Die Ausstellung von Mahssa Askari im Kunsthaus an der Lohstraße ist noch bis zum 6. Februar freitags von 17 bis 19Uhr und samstags von 11 bis 13 Uhr zu sehen.

Mit eben dieser Lockerheit hat Mahssa Askari auch eines der Amsterdamer Rotlichtviertel besucht, um dort eine als Skulptur inszenierte, unbekleidete Schaufensterpuppe auf einem Fahrrad abzulichten. Auch die lasziven Damen aus der Bilderserie "Moulin Rouge" strahlen diese Unbefangenheit aus, mit der sich die junge Künstlerin all ihren Themen widmet.

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