Die Evangelische Kirchengemeinde hat das Areal an das Bauunternehmen Paeschke verkauft.

wza_1500x996_735140.jpeg
Dort, wo das alte Gemeindezentrum steht, sollen neue Wohnungen und Einfamilienhäuser entstehen.

Dort, wo das alte Gemeindezentrum steht, sollen neue Wohnungen und Einfamilienhäuser entstehen.

Stefan Fries

Dort, wo das alte Gemeindezentrum steht, sollen neue Wohnungen und Einfamilienhäuser entstehen.

Mettmann. Die Evangelische Kirchengemeinde hat ihr rund 7400 Quadratmeter großes Grundstück an der Friedhofstraße verkauft. Der Langenfelder Bauunternehmer Paeschke hat es erworben und will dort zwölf Einfamilienhäuser und rund 35 Eigentums- und Mietwohnungen schaffen.

Mit dem Erlös aus dem Grundstücksverkauf soll neben der Kirche Freiheitstraße ein neues Gemeindezentrum gebaut werden. Bis 2012 will die Kirche ihr neues Domizil bezogen haben.

Die ersten Pläne für das Bauvorhaben an der Friedhofstraße werden auf der öffentlichen Sitzung des Planungsausschusses am Mittwoch, 8. September, um 17Uhr im Rathaus vorgestellt. Die Politik soll über den Entwurf des Bebauungsplans abstimmen.

"Wir wollen nicht in Gebäude, sondern in Menschen investieren."

Ernst Schmidt, Pfarrer

Der Beschluss, den Standort Friedhofstraße aufzugeben und neben der Kirche ein neues, kleineres Gemeindezentrum zu bauen, hatte das Presbyterium schon vor Jahren beschlossen und damit auf massive Einbrüche bei den Kirchensteuereinnahmen reagiert.

Pfarrer Ernst Schmidt: "Oberstes Ziel aller Überlegungen war es, mit weniger Geld auch künftig eine gute Gemeindearbeit leisten zu können. Wir wollen nicht in Gebäude, sondern in Menschen investieren."

Paeschke aus Langenfeld hat die neuen Wohngebiete im Westen der Stadt (zuletzt Gut Karpendelle) mitgebaut. Auch in Metzkausen hat Paeschke an der Ratinger Straße eine neues Wohngebiet mitentwickelt. Das Unternehmen hat sich außerdem an der europaweiten Auschreibung für den Kauf der städtischen Grundstücke am Stadtwald beworben. Für den Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern auf den alten Sportstätten hatte Paeschke schon den Zuschlag des Rates bekommen. Doch die Pläne wurden gestoppt, weil der Grundstücksverkauf europaweit ausgeschrieben werden musste.

Zum Kaufpreis wollte Klaus Schuster, Prokurist bei Paeschke, nichts sagen. Der Bau des neuen Gemeindezentrums wird von der Gemeindeleitung mit 1,7Millionen Euro veranschlagt.

Neben den Zwergfledermäusen, die im Sommer an der Friedhofstraße ihr Sommerquartier und Jagdrevier im Bereich des Gebäudes Düsseldorfer Straße 12 beziehen, sollen auch große alte Bäume auf dem Grundstück geschützt werden, darunter die mächtigen Kastanien an der Friedhofstraße sowie alte Bäume, die im hinteren Bereich des Grundstücks liegen.

Das denkmalgeschützte ehemalige Pfarrhaus Düsseldorfer Straße 12, in dem unter anderem die Caritas Freiwilligenzentrale untergebracht ist, wird ebenfalls erhalten.

Für die Wohnanlage soll eine Tiefgarage gebaut werden

Für die Eigentums- und Mietwohnungen wird Paeschke eine Tiefgarage bauen, die direkt von der Eichstraße angefahren werden kann.

"Wie viele Stellplätze? So weit ist die Planung noch gar nicht. Das hängt davon ab, wie viele Wohnungen tatsächlich gebaut werden", sagt Paeschke-Mitarbeiter Schuster. Er geht davon aus, dass das Bauprojekt im kommenden Jahr komplett durchgeplant ist.

Neben der Zufahrt in die Tiefgarage soll das neue Quartier auch über die Friedhofstraße erschlossen werden. Für die Einfamilienhäuser soll es Parkplätze am Haus geben.

"Zwar ist der Bereich Friedhofstraße recht eng, aber wir rechnen nicht mit großen Problemen. Immerhin werden dort jeden Morgen 80 Kinder von ihren Eltern zur Kindertagesstätte gebracht, die es dann aber nicht mehr geben wird", so Fachbereichsleiter Kurt Werner Geschorec.

Sobald die Kirchengemeinde an der Friedhofstraße ausgezogen ist, soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer