Verkehr: Die neue Bundesstraße ist nur unzureichend ausgeschildert.

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Geradeaus geht es zur Bundesstraße 7, aber nach links auch. Das Schild weist die neue Straße allerdings nicht aus.

Geradeaus geht es zur Bundesstraße 7, aber nach links auch. Das Schild weist die neue Straße allerdings nicht aus.

Stefan Fries

Geradeaus geht es zur Bundesstraße 7, aber nach links auch. Das Schild weist die neue Straße allerdings nicht aus.

Mettmann. Noch denken viele Menschen, die B7 würde sich nach wie vor mitten durch die Stadt schlängeln. Doch wer auf der Düsseldorfer Straße oder der Bahnstraße fährt, ist eben nicht mehr auf einer Bundesstraße, sondern auf einer städtischen Straße unterwegs.

Denn die B7 führt seit 2008 auf dem Südring, der ehemaligen Kreisstraße18, um Mettmann herum. Zu erkennen ist es kaum. Denn bisher sind zwar die alten B7-Schilder abgeklebt, neue Hinweisschilder gibt es aber kaum. Und auch auf dem Südring ist nur an winzigen Schildern an einigen Leitpfosten zu sehen, dass diese Straße nun die B7 ist.

Die Zuständigkeit liegt bei mehreren Behörden - das macht es Schwierig

In Mettmann steht die Verwaltung Schild bei Fuß, um den Zustand zu ändern. Für die innerstädtischen Schilder rechnet die Bauverwaltung mit etwa 30000 Euro. Doch so schnell schießen die Preußen nicht. "Die Situation ist relativ schwierig", musste Stephan Kopp für die Mettmanner Bauverwaltung etwas weiter ausholen. Da sowohl Stadt- und Kreis als auch Landes- und Bundesstraßen betroffen sind, sind mehrere Behörden zuständig.

Um die Bundes- und Landesstraßen kümmert sich zwar der Landesbetrieb Straßen NRW, doch der ist im jeweiligen Zuständigkeitsbereich abhängig von der Finanzkraft seiner Dienstherren, wie Kopp aufzeigt: "Während beim Bund die Mittel für die Beschilderung relativ schnell bereitgestellt werden, ist das Land immer sehr zurückhaltend, weil die Kasse leer ist."

Doch jetzt soll dem Land auf die Sprünge geholfen werden, wie Kopp erläutert: "Wir wollen mit der Ausschilderung der Bundesstraße beginnen, um den Druck auf das Land zu erhöhen." Denn wenn erst einmal auf den kommunalen Straßen die neuen Schilder in Richtung der B7 stehen, wird es erst richtig absurd, wie auch Bau-Fachbereichsleiter kurt Werner Geschorec erwartet: "Wir werden die Menschen auf einigen städtischen Straßen in Richtung Bundesstraße losschicken, und sie werden dann einige hundert Meter weiter auf der Landesstraße hilflos zurückgelassen."

Das wäre auf der Königshofstraße der Fall, wenn die Autofahrer geradeaus in in Richtung Neandertal und Südring losgeschickt würden, der ja jetzt die B7 ist. Hinter der Ampel wird die Talstraße zur Landessstraße 403. Und dort würde kein Schild mehr in Richtung Südring zur ehemaligen K18, der neuen B7, weisen.

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