Klaus Mock stellt seine Bilder in der Deutschen Bank aus. Sie sind auch eine Innensicht des Malers aus Mettmann.

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Klaus Mock vor einem seiner Bilder in der Deutschen Bank.

Klaus Mock vor einem seiner Bilder in der Deutschen Bank.

Stefan Fries

Klaus Mock vor einem seiner Bilder in der Deutschen Bank.

Mettmann. So ruhig und still wie die Landschaften auf seinen Bildern, so ruhig und still ist auch der Mann, der sie malt: Klaus Mock (70). Dass der ehemalige Mitarbeiter der Kreisverwaltung wie ein Besessener malt, Bilder im Schaffensprozess immer und immer wieder übermalt und "kaputt macht, wenn das Bild nicht stimmt", traut man dem sonst so besonnenen und bescheidenen Mann gar nicht zu.

In der Deutschen Bank an der Schwarzbachstraße zeigt Klaus Mock, der in Wuppertal geboren wurde und seit 45 Jahren in Mettmann lebt, noch bis zum 2. April Öl- und Acrylbilder. Andreas Röhrig, Chef der Deutschen Bank Mettmann, möchte der Kultur mehr Platz einräumen.

Vor 27 Jahren, während eines Urlaubs an der Küste des Lichts, entdeckte Mock seine Begabung. Fortan ließ ihn die Malerei nicht mehr los. Von 1999 bis 2001 besuchte er die Fachhochschule für Kunst und Design in Düsseldorf. "Mit der Malerei kann ich ausdrücken, was mich innerlich berührt", sagt er.

Für ihn ist jedes Bild ein Abenteuer, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beteiligt sind. Am Anfang jedes Bildes steht die Erinnerung an Landschaften, die Mock abgespeichert hat. Dann tastet er sich auf der Leinwand vorwärts, bis der Moment da ist, an dem er das Bild wie von außen gesteuert fertig malt. Bisweilen folgt der Maler dabei seinem Bild, opfert seine Idee, wenn es der Gestaltungsprozess erfordert.

Von der gegenständlichen Malerei hat sich Mock fast völlig gelöst. Seine aktuellen großflächigen Bilder bestehen aus abstrakten Landschaften, die auch eine Momentaufnahme seines Seelenlebens widerspiegeln. "Alles, was entsteht, ist immer ein echter Mock", sagt Mock über die Kunst von Mock.

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