Anlässlich des Weltkindertages wurde am Samstag ein Fest nur für Kinder und Jugendliche veranstaltet.

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Für Kinder gab es viele Aktionen und Spielmöglichkeiten.

Für Kinder gab es viele Aktionen und Spielmöglichkeiten.

Stefan Fries

Für Kinder gab es viele Aktionen und Spielmöglichkeiten.

Mettmann. „Heute sollen nur die Kinder im Mittelpunkt stehen. Wir wollen Akzeptanz schaffen und auf ihre Rechte hinweisen“, sagte Riccarda Quack vom Jugendamt beim Kinderfest, das am Samstag in Anlehnung an den diesjährigen Weltkindertag in der Fußgängerzone stattfand.

„Kinder sind mittendrin – nicht außen vor.“

Motto des diesjährigen Kinderfestes in Mettmann

Die zahlreichen jungen Menschen, die sich am Samstag in der Innenstadt tummelten, freuten sich über die Aufmerksamkeit und die vielen Aktivitäten. „Ich habe aus Holz, einer Plastikschale und Schnüren ein Gitarre gebaut“, sagte Janina (12) stolz. Das diesjährige Motto der Unicef zum Weltkindertag lautete: „Kinder haben was zu sagen!“ Und dieses Motto bestätigte sich auch beim Kinderfest in Mettmann. Bereits die jüngsten Bürger haben eine klare Meinung und äußerten Kritik an den Angeboten der Stadt für Kinder. „Es sollte mehr Spielplätze geben“, sagte Janina (12), und Marie (11) fügte hinzu: „Auf den Spielplätzen, die es gibt, ist vieles kaputt.“

Auch die Sauberkeit der Stadt war schon bei den Heranwachsenden ein Thema. „Wir spielen gerne an dem Brunnen am Schwimmbad, aber da liegen immer Zigaretten“, sagte die elfjährige Ronja (11). Neben mehr Sauberkeit und einem größeren Spielplatzangebot wünschten sich die Kinder am Samstag auch mehr außerordentliche Veranstaltungen. „Mehr Aktionen für Kinder wären toll, so wie heute“, sagte Valeria (11).

Fest gibt es seit mehr als 15 Jahren

Das Fest wurde vom Jugendamt und dem Stadtjugendring veranstaltet und stand unter dem Motto „Kinder sind mittendrin – nicht außen vor“. 39 Organisationen aus den Bereichen Freizeitgestaltung und Kinder- und Jugendhilfe waren beteiligt und boten sowohl Aktionen als auch Informationen an.

Es gab eine Hüpfburg in Kirchenform, Geschicklichkeitsspiele, internationale Speisen, Sportspiele und vieles mehr. „Alle Kinder sollen heute ein Angebot finden, dass für sie zugeschnitten ist, und die Eltern sollen die Angebote kennenlernen, die die Stadt für Kinder zu bieten hat“, sagte Roland Rapp, Vorsitzender des Stadtjugendringes. Wichtig war den Veranstaltern dabei, dass zum Beispiel durch den Integrationsrat und das Interkulturelle Zentrum auch zahlreiche Angebote für Migrantenkinder vertreten waren.

Veranstaltet wurde das Fest von Vereinen und Verbänden des Stadtjugendringes und dem Sachgebiet Kinder-, Jugend- und Familienförderung des Jugendamtes. Beteiligt waren 39 Organisationen aus den Bereichen Freizeitgestaltung sowie Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Das Motto war „Kinder sind mittendrin – nicht außen vor“

Seit mehr als 15 Jahren wird das Fest von Jugendamt und Stadtjugendring organisiert. Ursprünglich fand das Kinderfest parallel zum Heimatfest statt, dann wurde es bewusst auf den Weltkindertag verschoben, um den Fokus mehr auf die Kinder zu legen. „Es fehlt häufig an Akzeptanz. Kinder sollten als gleichwertige Mitglieder angesehen werden“, sagte Quack.

Zu den Zielen der Veranstalter gehörte unter anderem auch, die Politik auf die Bedürfnisse der Kinder aufmerksam zu machen. „Wir wollen die Politiker mit diesem Fest wachrütteln und in die Pflicht nehmen“, sagte Roland Rapp. Den Organisatoren war es zudem wichtig zu zeigen, wie viel ehrenamtliches Engagement im Bereich Kinder- und Jugendarbeit bereits vorherrsche. „Wir wünschen uns, dass das gewürdigt wird“, sagte Riccarda Quack.

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