Thomas Dinkelmann ließ seinen Anzug als Bürgermeister zuhause und kam als Hausmeister.

Thomas Dinkelmann ließ seinen Anzug als Bürgermeister zuhause und kam als Hausmeister.
Diese Gruppe von Neandertalerinnen fühlte sich in der Mettmanner Neandertalhalle natürlich wie zuhause.

Diese Gruppe von Neandertalerinnen fühlte sich in der Mettmanner Neandertalhalle natürlich wie zuhause.

Dietrich Janicki

Diese Gruppe von Neandertalerinnen fühlte sich in der Mettmanner Neandertalhalle natürlich wie zuhause.

Mettmann. In einen bunt geschmückten und ausverkauften Narrentempel, in dem sich die Jecken prima amüsierten, hatte sich die Neandertalhalle verwandelt. Der von Mettmann-Sport veranstaltete und vom Ratinger „Profikarnevalisten“ Achim Pohlmann souverän moderierte „Karneval de Luxe“ erwies sich einmal mehr als ein Highlight der närrischen Session in Mettmann. Die Besucher hatten sich fast ausnahmslos fantasievoll kostümiert. Auch die Prominenz ließ sich da etwas einfallen: Bürgermeister Thomas Dinkelmann kam als Hausmeister Kacmarek daher und war der Auffassung, dass die Technik und die Sauberkeit in der Stadthalle vollkommen in Ordnung seien und kein Grund besteht, diese tolle Veranstaltungshalle durch den Denkmalschutz aufs Altenteil zu schieben.

Mediziner war als Zwerg kostümiert nicht ernstzunehmen

Kaum zu erkennen war Martin Preuß von der Sebastianus-Bruderschaft in seinem Clowns-Kostüm. „Wir waren mit einigen Sanitärmeister-Kollegen einige Tage in Kanada. Ich bin noch keine 24 Stunden zurück, aber die Karnevalsfete wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen“, outete er sich als großer Karnevalsfan. Mediziner Dr. Thomas Nasse schlüpfte ins Zwergen-Kostüm und sagte augenzwinkernd: „Kommt doch da eben eine Patientin zu mir und sagt tatsächlich, dass sie mich in dieser Ausstattung gar nicht für voll nehmen könne.“

Jürgen Jülich vom Lions-Club lässt sich jedes Jahr etwas Neues einfallen. Diesmal machte er als uriger Bayer Zwischenstation in der Stadthalle. „Ich soll der neue Sportdirektor des FC Bayern werden und habe morgen einen Termin mit Uli Hoeneß“, verriet er. Extra aus Köln waren die fantasievoll kostümierten Claudia Phillipps und Uli Keuling angereist. „Ich hät nit jedacht, dat die Mettmanner so toll fiere könne“, sagte Claudia Philipp.

Ein klasse Programm bei dem die Post abging, hatte Achim Pohlmann zusammengestellt. Da ging es Schlag auf Schlag – zur Auflockerung für die Jecken aber von Tanzpausen unterbrochen. Da servierte DJ „Dixie“ Dörner Karnevals- und sonstige Hits vom Allerfeinsten. Den Eisbrecher machte beim kurzweiligen Programm traditionell die ME-Sport Show-Tanzgruppe. Für ihre tolle Rock’n Roll-Revue erhielten die Mädels eine „dreistufige Rakete.“ Für Riesenstimmung sorgten „De Bajaasch“ eine große Kölner Party- und Show-Band. Mit ihren kölschen Liedern von den Höhnern, Brings und Bläck Föös brachten sie den Saal zum Beben. Es nach mehreren Zugaben konnten sie den „Mettmanner Gürzenich“ verlassen.

Kölner Tanzcorps begeisterte das Publikum mit Artistik

Entertainer Dirk Efgen brachte ein breites Repertoire von alten bekannten Schlagern über die „Neue Deutsche Welle“ bis hin zu aktuellen Hits. Eine Augenweide der Auftritt des Kölner Tanzcorps „Original Matrosen vom Mülleimer Böötche“. Was diese Gruppe auf der Bühne regelrecht zelebrierte, war Artistik pur. Die hübschen Mädels wurden von ihren Tanzoffizieren fast an die Decke geworfen und wieder aufgefangen, bildeten danach verschiedene Pyramiden. Sie bekamen zu Recht mehrere Raketen. Nach dem Auftritt der Gesangsgruppe der größten Ratinger Karnevalsgesellschaft „Rote Funken“ war Tanzen bis zum Abwinken angesagt.

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