Von 52 Eigentumswohnungen sind 26 verkauft. Drei Läden sind noch nicht vermietet.

Das Königshof-Karree von der unteren Johannes-Flintrop-Straße aus gesehen. Auf die Ecke zieht die Bäckerei Steinbrink ein – mit einem Café und einer kleinen Terrasse für Außengastronomie.
Das Königshof-Karree von der unteren Johannes-Flintrop-Straße aus gesehen. Auf die Ecke zieht die Bäckerei Steinbrink ein – mit einem Café und einer kleinen Terrasse für Außengastronomie.

Das Königshof-Karree von der unteren Johannes-Flintrop-Straße aus gesehen. Auf die Ecke zieht die Bäckerei Steinbrink ein – mit einem Café und einer kleinen Terrasse für Außengastronomie.

Stefan Fries

Das Königshof-Karree von der unteren Johannes-Flintrop-Straße aus gesehen. Auf die Ecke zieht die Bäckerei Steinbrink ein – mit einem Café und einer kleinen Terrasse für Außengastronomie.

Mettmann. Die ersten drei der insgesamt 52 Wohnungen im Kö-Karree des Mettmanner Bauvereins (mbv) an der Straße Am Königshof sind schon bezogen. „26 Wohnungen haben wir verkauft, fünf sind reserviert. Bis Ende des Monats werden wir weitere 18 Wohnungen an die Eigentümer übergeben“, sagt Christoph Erven, Vorstandsmitglied des Bauvereins.

Und die 2000 Quadratmeter in der Ladenzeile im Erdgeschoss des neuen viergeschossigen Wohn- und Geschäftskomplexes sind bis auf drei kleinere Ladenlokale vermietet. „Wir haben dafür Interessenten, aber der Mix muss auch stimmen“, sagt Erven. Er ist zuversichtlich, dass auch diese Geschäfte bald vermietet sind.

Hauptattraktion in der Geschäftszeile wird eine chinesisch-japanisch-mongolisch-brasilianische Event-Gastronomie auf knapp 1000 Quadratmeter. „Eröffnet wird das Geschäft aber erst, wenn der Platz davor von der Stadt neu gestaltet wurde“, sagt Erven, „denn der Betreiber will dann auch gleich mit der Außengastronomie starten. Inzwischen wurden die Baucontainer im Kurvenbereich abgebaut, so dass mit der Gestaltung des Platzes in Kürze begonnen werden kann.

Mitte Juni wird Optiker Pleines von der Breite Straße ins Kö-Karree ziehen, danach wird die Bäckerei Steinbrink eine Filiale mit Café und Außengastronomie an der Ecke Königshof/Breite Straße eröffnen. Erven: „Und der T-Punkt zieht von der Schwarzbachstraße ins Karree.“

Käufer kommen selbst aus Düsseldorf, Essen und Dortmund

Dass die Hälfte der 52 Wohnungen schon verkauft ist, zeigt, sagt Erven, wie groß die Nachfrage nach Wohnungen im Innenstadtbereich ist. Erven: „Wir haben Käufer aus Mettmann, aber auch aus Essen, Düsseldorf, Dortmund und dem näheren Umkreis, die irgendeine Beziehung zu Mettmann haben.“ In vielen Fällen wollten sich etwas ältere Menschen kleiner setzen, weil ihnen Haus und Garten zu viel Arbeit machen.

Die Quadratmeterpreise liegen zwischen 2650 und 3050 Euro

Das Bauprojekt des Mettmanner Bauvereins umfasst 52 Eigentumswohnungen, Geschäftsflächen von 2000 Quadratmetern sowie eine Tiefgarage für 100 Autos. Der erste Spatenstich für die Neubebauung der Straße Am Königshof fand im Februar 2012 statt. Die Kosten liegen laut Vorstandsmitglied Christoph Erven bei rund 17 Millionen Euro.

Sonntag bietet der Bauverein von 14 bis 17 Uhr einen Besichtigungstermin für Musterwohnungen im Kö-Karree an.

Wenn das Kö-Karree fertig gebaut ist, will der Bauverein zusammen mit der Königshof-Galerie, der Stadt und der Werbegemeinschaft ein großes Fest für alle Mettmanner auf die Beine stellen.

Allerdings hat das Wohnen im Karree auch seinen Preis: Je nach Lage und Größe liegen die Quadratmeterpreise zwischen 2650 und 3050 Euro. Dafür sind alle Wohnungen barrierefrei zu erreichen und ausgestattet. Alle Wohnungen haben Fußbodenheizung, werden über ein Blockheizkraftwerk mit Wärme versorgt. Erven: „Der Energieverbrauch zum Heizen wird sehr niedrig sein.“ Die teuren Penthousewohnungen mit großen Dachterrassen und traumhaftem Blick über die Dächer von Mettmann sind schon alle verkauft.

Bauverein wirft der Stadt vor, für Verzögerung verantwortlich zu sein

Einen Fertigstellungstermin für das Kö-Karree gibt es laut Erven noch nicht. Eigentlich sollte alles bis zum 22. Dezember 2012 fertig sein. Aber weil die Stadt dem Bauverein zu spät mitgeteilt haben soll, dass mit der Neugestaltung die Straße Am Königshof angehoben werden wird, „mussten wir unsere Häuser eins bis drei um gut 30 Zentimeter anheben. Dafür mussten alle Pläne neu angepasst werden“, sagt Erven.

Wegen dieser Verzögerung habe dann auch der neu angesetzte Termin Anfang März nicht gehalten werden können. Wegen des überdurchschnittlich langen frostigen Winters konnten Fassadenarbeiten gar nicht und Estricharbeiten stark eingeschränkt gemacht werden. Erven: „Ohne die erste Verzögerung, die durch die Stadt verursacht wurde, hätte es eine zweite überhaupt nicht gegeben.“

Was die Verzögerung in Cent und Euro bedeutet, „lässt sich erst mit der Schlussabrechnung sagen. Aber es wird ein höherer sechsstelliger Betrag sein“, sagt Erven, „darüber müssen wir uns noch mit der Stadt unterhalten.“

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