Die Schutzgemeinschaft Neandertal fordert lärmmindernden Asphalt für den Ausbau der L403n.

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Anwohner der L403n fordern, dass die Fahrbahn mit lärmminderndem Asphalt belegt wird.

Anwohner der L403n fordern, dass die Fahrbahn mit lärmminderndem Asphalt belegt wird.

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Anwohner der L403n fordern, dass die Fahrbahn mit lärmminderndem Asphalt belegt wird.

Hochdahl. Wer in Erkrath nach "Opa" ruft, will nicht unbedingt mit dem Großvater spielen, sondern hat Asphalt im Sinn. "Opa" ist im Jargon der Straßenbauer die Abkürzung für "Offenporigen Asphalt". Der hat die Eigenschaft, weniger Lärm als andere Beläge zu produzieren.

"Wir haben Interessen für die Sorgen der Bürger."

Bekannt geworden ist er in Erkrath durch die Forderung der Bürgerinitiative "Echt-laut-in-Erkrath", den Fahrbahnbelag der Autobahn A3 damit zu erneuern. Jetzt hat auch die Schutzgemeinschaft Neandertal und Alt-Hochdahl - nicht identisch mit der Naturschutzgemeinschaft Neandertal - den "Opa" entdeckt. Ihre Forderung: Verwendung beim Ausbau der L403, der Bergischen Allee.

In einem offenen Brief an Landes-, Kreis- und Kommunalpolitiker wirbt der Verein um Unterstützung für sein Anliegen. Dabei verweisen die Vorsitzenden, Klaus Schmitz und Joachim Rockstedt auf ein zehn Jahre altes schalltechnisches Gutachten, das bereits 1999 zu dem Ergebnis gekommen sei, dass Anwohner der ausgebauten L 403n schlecht bei geöffnetem Fenster schlafen können.

Die Chancen, dass der Bauherr, der Landesbetrieb Straßen NRW, dem Ruf nach "Opa" Folge leistet, sind jedoch äußerst gering. "Dieser lärmmindernde Asphalt für innerstädtische Straßen befindet sich noch in der Versuchsphase und wurde von der Bundesanstalt für Straßenwesen noch nicht freigegeben", sagte am Freitag Roland Schmidt, Projektleiter bei Straßen NRW, auf Nachfrage der WZ.

Dass die Stadt Erkrath den Belag auf der Schlüterstraße verbaut hat, sei ihre Sache - "wir als Landesbetrieb können aber kein Material verbauen, dessen Haltbarkeit noch nicht geprüft worden ist", so Schmidt.

Er verweist auf einen "hohen Aufwand an Schallschutz, der entlang der L403n betrieben worden ist". Als Beispiel nennt er die Schutzwände. Schmidt: "Wir haben Interesse für die Sorgen der Bürger." Aber der Splitmastix-Asphalt, mit dem die neue Straße beschichtet werden soll, biete ausreichenden Schutz gegen Lärm.

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