Die Stadt sagt, es fehlten Unterschriften, um mit dem Umbau der Sandheide beginnen zu können. „Stimmt nicht“, so ein Eigentümer.

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Die Sandheide – ein Bild fortschreitenden Verfalls.

Die Sandheide – ein Bild fortschreitenden Verfalls.

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Die Sandheide – ein Bild fortschreitenden Verfalls.

Hochdahl. Eigentlich hätte Gedränge herrschen müssen bei der Begehung der Sandheide, zu der SPD-Stadtratskandidatin Eva Brodschack die Bewohner ihres Wahlkreises für Donnerstagabend eingeladen hatte.

Am Dienstag vermeldete die Stadt, dass es immer noch vier Eigentümer gebe, die sich an der Finanzierung der geplanten Sanierung des Subzentrums nicht beteiligen wollen. Damit liegen die Finanzmittel des Landes auf Eis, der Umbau verzögert sich weiter.

Es hätte also durchaus Gesprächsbedarf gegeben, aber es kamen nur wenige. "Die Leute haben einfach resigniert", glaubt Eva Brodschack, die selbst immer wieder das Gespräch mit Eigentümern und Geschäftsinhabern gesucht hat. "Wir wollen, dass es wohnlicher wird", kündigt sie an.

Aber was stellt sie sich konkret vor, um den Stadtteil zu beleben? "Das Beste wäre ein großer Andrang vor und in den Geschäften", sagt Rosemarie Karbaum. Sie könnte sich die Ansiedlung einer Aldi-Filiale vorstellen. "Das würde Leute hierhin ziehen", glaubt die Erkratherin.

Mit dieser Vorstellung steht sie nicht allein. Auch Dirk Schlieter, Sprecher der Eigentümergemeinschaft und Inhaber eines Friseursalons, ist sich sicher: "Die Leute kommen erst, wenn die Geschäfte kommen". Und die wiederum kommen seiner Ansicht nach erst, wenn die Sanierung für mehr Attraktivität sorgt.

Eigentümer weiß nichts von fehlenden Unterschriften

"Es hätte eigentlich schon lange losgehen können", so Schlieter. Mit den Eigentümern, deren Unterschrift auf den Verträgen bislang noch fehlte, habe er in den vergangenen Tagen gesprochen. "Die haben alle unterschrieben", sagt er und kann sich nicht erklären, warum es nach Auskunft der Stadt immer noch nicht unterschriebene Verträge geben soll.

Ganz andere Sorgen treiben dagegen Yemen Hamad und Ahmed Yilmaz um. Die beiden betreiben das Vereinshaus des türkischen Kulturvereins in einem der Ladenlokale des Einkaufszentrums. "Wir müssen jeden Monat 1600 Euro Warmmiete an die Stadt zahlen und wissen nicht, wie wir das mit 50 Cent für eine Tasse Tee schaffen sollen", so Yilmaz. "Wir würden uns mehr Unterstützung durch die Stadt wünschen. Schließlich holen wir Jugendliche von der Straße", sagt Hamad.

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