Die Verwaltung unterstellt einen gestiegen Verbrauch, die Sternwarte gibt an, vier Fünftel weniger zu verbrauchen.

Hochdahl. Nach der Renovierung sei der Stromverbrauch im Stellarium aufgrund der aufwändigen, neuen Technik deutlich angestiegen. Das ist die Sichtweise der Verwaltung, die daher den Verein der Sternwarte zur Kasse bitten möchte.

Die Rede ist von rund 800 Euro pro Jahr. Die zu bezahlen ist Vereinsvorsitzender Peter Richter allerdings nicht bereit. Als "abenteuerlich" bezeichnete Richter vor 14 Tagen im Gespräch mit der Westdeutschen Zeitung die Berechnungsgrundlage der Verwaltung. Als Folge wurde der Nutzungsvertrag zwischen Stadt und Verein bisher nicht verlängert.

Ein Tintenfluss unter dem Dokument ist immer noch nicht absehbar. Auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag sagte Bürgermeister Arno Werner, dass jährlich 2100 Euro mehr Strom verbraucht werde als vor dem Brand im Bürgerhaus, der die Sanierung erforderlich machte. Davon soll der Verein zehn Prozent, also 210 Euro, selbst tragen.

"Das ist doch alles dummes Zeug", kommentierte am Mittwoch Peter Richter dieses Aussage des Verwaltungschefs. Er meinte damit nicht die Aufforderung, sich an den Kosten zu beteiligen, sondern erneut die Berechnungsgrundlage: "Wir haben eine Energiebilanz aufgestellt", so Richter. Die habe ergeben, dass aktuell vier Fünftel weniger Strom als früher verbraucht werde.

Als Grund nannte Richter unter anderem die Umrüstung der Beleuchtung im Stellarium von Strom fressenden Glühbirnen auf äußerst sparsame Diodentechnik.

Noch im Januar wollen sich Vereinsvertreter und Verwaltungsmitarbeiter zusammen setzen, um zu einer Lösung zu kommen.

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